לֹא בְחַיִל וְלֹא בְכֹחַ כִּי אִם בְּרוּחִי אָמַר יְהוָה צְבָאוֹת
SYNAGOGEN-GEMEINDE KÖLN
KÖRPERSCHAFT DES ÖFFENTLICHEN RECHTS
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Spendenannahme vorerst pausiert…

Mitarbeiter*innen sortieren die abgegebenen Sachspenden
Beitrag vom 4. März 2022
Wir bitten Sie, vorerst keine Sachpenden mehr bei uns abzugeben, da wir sonst nicht mehr hinterherkommen.

Liebe Gemeindemitglieder, liebe Freunde und Unterstützer,

wir alle sind zutiefst bewegt durch die Ereignisse in der Ukraine in den letzten Tagen. Der Vorstand der Synagogen-Gemeinde Köln hat sich sehr schnell dazu entschieden, zu helfen. Die Gründe dafür sind vielfältig: Zunächst sind wir ein Wohlfahrtsverband und der humanitären Hilfe verpflichtet. Fußend auf dem Gebot der Zedakah, der Wohltätigkeit, ist soziales Engagement außerdem ein ganz entscheidender Bestandteil der jüdischen Tradition. So ist auch im Selbstverständnis der Synagogen-Gemeinde Köln die Sozialarbeit neben religiösem Auftrag und Erziehung und Bildung ein wesentlicher Bereich. Dazu kommt, dass ungefähr 45 % der Mitglieder in den jüdischen Gemeinden Deutschlands ukrainischer Herkunft sind, in unserer Kölner Gemeinde sind es ca. 1400 Menschen. Fast alle davon haben Familie und Freunde in der Ukraine und sind dankbar, dass sie durch die Spendensammlung einen kleinen Beitrag leisten konnten.

Foto: Andriy Uzvah

Die Menge an Sachspenden, die bereits am Tag des Spendenaufrufs und am Folgetag bei uns in der Ottostraße und in den beiden BGZs ankamen, hat uns alle überwältigt. Es berührt uns zu sehen, wie groß die Anteilnahme am Schicksal der Menschen in der Ukraine ist. Sie haben nicht nur Ihre Kleiderschränke aussortiert, sondern sind auch losgezogen, um Medikamente, Windeln, Babynahrung, Hygieneartikel und vieles, vieles mehr in großen Mengen zu kaufen. Nicht nur unsere Gemeindemitglieder, sondern auch viele Nachbarn und Freunde der Gemeinde haben gespendet. Gesammelt wurde an drei Standorten: im Jüdischen Wohlfahrtszentrum in der Ottostraße, im Begegnungszentrum Chorweiler und im Begegnungszentrum Porz.

Haben Sie alle vielen herzlichen Dank dafür!

Wir sind nun damit beschäftigt, die Berge der angenommenen Sachspenden zu sortieren und für den Transport vorzubereiten. Wir bitten Sie, vorerst keine Spenden mehr bei uns abzugeben, da wir sonst nicht mehr hinterherkommen. Mitarbeiter der Synagogen-Gemeinde Köln fahren die Spenden in den nächsten Tagen in mehreren LKWs in die Grenzgebiete und nach Möglichkeit (abhängig vom Kriegsgeschehen) auch in verschiedene Städte innerhalb der Ukraine. Vor Ort kooperieren wir auch mit kommunalen Hilfsorganisationen zur Weiterverteilung der Hilfsgüter.

Foto: Andriy Uzvah

Weiterhin freuen wir uns über Geldspenden. Denn Hilfsgüter über die Grenze in die Ukraine hineinzubringen wird wegen der angespannten Lage an der Grenze und im Land nun immer schwieriger werden. Mit Geldspenden können internationale und nationale Hilfsorganisationen in enger Zusammenarbeit in der Ukraine bzw. in den Grenzgebieten gezielt die Hilfsgüter einkaufen, die tagesaktuell benötigt werden, außerdem fallen so lange Transporte und Transportkosten weg.

Wir sind in engem Kontakt mit den Menschen, die an den Grenzen und in der Ukraine selbst humanitäre Hilfe leisten. Sollten in der nächsten Zeit spezielle Hilfsgüter benötigt werden, erlauben wir uns, Sie wieder zu informieren.

 

 

Wenn Sie gerne Geld spenden möchten, verwenden Sie dafür bitte folgende Kontodaten:

Synagogen-Gemeinde Köln
IBAN: DE76 3705 0299 0000 0175 72
Verwendungszweck: Ukraine

Wir danken Ihnen von Herzen für Ihr Engagement!

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