Das bin ich! Mit all meinen Facetten und Wünschen (25. März – 07. April 2024)
Malworkshop für Gemeindemitglieder von 12 bis 120 Jahren
Wer bin ich? Und wer will ich sein?
In enger Kooperation mit dem jfc Medienzentrum als Projektträger trafen sich junge Menschen eine ganze Woche lang in unserem JuZe in der Roonstraße und haben sich kreativ mit der Frage auseinander gesetzt, wer bzw. wie sie gerne sein möchten. Dabei entstand eine Collage, in welcher das Kind im Mittelpunkt steht – umringt von Elementen, Grafiken, Fotos und Zeichnungen, die wiederum für die eigenen Stärken, Wünsche und Bedürfnisse stehen. Aber auch um diese „Kernaufgabe“ herum haben die Kids sehr fleißig und fantasievoll gebastelt, geklebt, gemalt, geformt, gebacken, fotografiert, ausgeschnitten und marmoriert.
Begleitet wurden sie dabei von der Kölner Künstlerin Katarzyna, die selbst in einem anderen Land geboren wurde und sich mehr als einmal die Frage gestellt hat, wer sie eigentlich ist und wer ihre Vorbilder im Leben sind. Die Kinder wurden langsam an das Thema des Workshops herangeführt: Was mag ich gerne, was ist mir wichtig? Wer ist mein Vorbild und warum? Was kann ich besonders gut und welche Eigenschaften oder Superkräfte hätte ich gerne? Diese Fragen zu beantworten fällt oft schwerer, als man denkt!
Polina, die auch in ihrer Heimatstadt Kiev das Jugendzentrum der dortigen Gemeinde geleitet hat, war die zweite Dozentin des Ferienworkshops: unter ihrer Anleitung war eine allmorgendliche Kinderdisko geboten und in den Pausen gab es Sackhüpfen und Eierlauf um die Wette. Aber auch Polina hat die Kreativität der Kinder gefordert. An einem Tag durften die Teilnehmer*innen aus Haferflocken, Schokolade, Nüssen, Kernen und Trockenfrüchten eigene kleine Pralinen herstellen, am Morgen des Shabbat haben alle gemeinsam Challot gebacken, die sie dann auch mit nach Hause nehmen durften.
In der zweiten Woche haben die Kinder dann mit den Dozent*innen eine kindgerechte Führung im MAKK – Museum für angewandte Kunst Köln bekommen. Das MAKK zeigt Designobjekte: darunter viele Klassiker wie die berühmten Stühle von Mies van der Rohe, Le Corbusier oder Marcel Breuer. Der Besuch hat den Kindern vor Augen geführt, dass die Gedanken frei sind, und dass man Dinge nicht immer so akzeptieren muss, wie sie gerade sind. Denn vielleicht wurde die perfekte Lösung für ein Bedürfnis noch nicht entwickelt, und ganz sicher verändern sich Bedürfnisse auch durch die Jahrzehnte.




