לֹא בְחַיִל וְלֹא בְכֹחַ כִּי אִם בְּרוּחִי אָמַר יְהוָה צְבָאוֹת
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Jews in the News (August bis Dezember 2025)

Journalistischer Workshop für 13-18-Jährige

Jugendliche haben sich an sechs Terminen unter der Leitung der jüdischen Journalistin Sonia Smolenski mit Berichterstattungen in verschiedenen Medien auseinandergesetzt und dabei Kriterien seriösen Journalismus kennengelernt. Sie haben gelernt, woran man Fake News erkennen kann und wie man aktiv gegen Diskriminierung – vor allem im Netz – vorgehen kann.

In diesem spannenden Projekt haben sich die Teilnehmer*innen Medienskills angeeignet, die Ihnen helfen sollen, in den sozialen Medien sicher unterwegs zu sein. Behandelt wurden unter anderen die Themenkomplexe

  • Unterschiede zwischen Fakten und Meinungen
  • jüdische Themen in den Medien
  • was ist eine vertrauenswürdige Quelle und wie prüft man Fotos & Videos auf Echtheit und Aktualität?
  • Umgang mit Informationen aus ChatGPT
  • Aufbau eines Berichtes, Arbeiten in einer Redaktion, journalistische Terminologie
  • Vorbereiten der Fragen für ein Interview, Aufnahme, Transkribieren und Redigieren eines Interviews sowie Aufnahmen von Video- und Audiodateien für ein Reel

Eine große Rolle nahm aber auch die Antisemitismus- und rassismuskritische Arbeit ein: Die Dozentin Sonia Smolenski brachte Beispielartikel aus verschiedenen deutschen Zeitungen und verschiedenen Jahrzehnten mit, um exemplarisch aufzuzeigen, dass Antisemitismus eine lange Geschichte in den Medien hat, die weder mit der NS-Zeit begann noch 1945 ihr Ende fand. Sie zeigte historische Kontinuitäten und rechte Medienstrategien auf und woran man diese erkennt. Die teilnehmenden Jugendlichen haben Anlaufstellen kennengelernt, an die man sich wenden kann, wenn man selbst oder Freund*innen von Diskriminierung im Netz betroffen sind. Außerdem wurden Meldestellen vorgestellt, bei denen man generell antisemitische, rassistische oder anderweitig diskriminierende Beiträge im Netz melden kann. Sie wurden somit befähigt, sich am gesellschaftlichen Diskurs aktiv zu beteiligen und haben das Gefühl bekommen, „etwas tun zu können“.

Die Teilnehmenden lernten außerdem zwei Personen kennen, die ebenfalls Ziel intersektionaler Diskriminierung sind: Laura Casez, Leiterin der Abteilung Kommunikation & Digitalisierung bei der Zentralwohlfahrtstelle der Juden in Deutschland (ZWST), Autorin & Publizistin, selbst jüdisch, Enkelin Shoa-Überlebender und mit internationaler Biographie, wurde von den Teilnehmenden persönlich interviewed. Außerdem stellte Sonia Smolenski den Teilnehmenden die Arbeit der Content Creatorin Rosa Jellinek vor, jüdisch und queer, die sich außerdem mit (antisemitischen) Verschwörungstheorien auseinandersetzt. So konnten die Teilnehmenden „Betroffene“ kennenlernen, die es aber entschieden ablehnen, in die Opferrolle zu gehen und die ihre Bewältigungsstrategien mit den Jugendlichen teilten.