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SUMMARY:Erev Pessach
DESCRIPTION:An Pessach wird der Befreiung aus der Sklaverei und des Auszugs aus Ägypten gedacht\nIn den Nissan fällt das erste der drei Wallfahrtsfeste\, das Pessachfest\, das in der Bibel auch als Fest der Mazzot (Singular: Mazza)\, der ungesäuerten Brote\, bezeichnet wird. Der Name Pessach (Überschreitung) stammt von dem in der Bibel gebotenen Opfer eines Lammes\, das vor dem Auszug der Israeliten aus Ägypten geschlachtet und gegessen wurde. Im Bibeltext (2. Buch Moses\, 12\, 27) heißt es\, Gott habe\, als er alle Erstgeborenen in Ägypten erschlug\, die Israeliten verschont\, indem er ihre Häuser überging. Daher wird dieses Fest Überschreitung genannt; auch das geopferte Lamm wird mit diesem Namen bezeichnet. \nLandwirtschaftliche Bedeutung\nWie alle Wallfahrtsfeste hat Pessach eine historische und eine mit der Natur verbundene Bedeutung. Historisch erinnert das Fest an den Auszug der Israeliten aus Ägypten\, und noch heute wird im Gedenken an dieses Ereignis nur Ungesäuertes gegessen\, weil der plötzliche Aufbruch aus Ägypten es nicht gestattete\, den Brotteig vor dem Backen säuern zu lassen. In landwirtschaftlicher Hinsicht ist Pessach mit der Ernte der Wintergerste verbunden. \nViele Speisen sind verboten\nPessach wird acht Tage lang\, vom 15. bis zum 22. Nissan\, begangen (in Israel bis zum 21. Nissan). Zu den Hauptmerkmalen dieses durch seine Vorschriften besonders eindrucksvollen Festes gehört das Verbot\, Gesäuertes (hebr. Chamez) zu genießen\, oder es überhaupt zu besitzen. Unter Gesäuertem werden alle Getreideprodukte verstanden\, die in irgendeinem Stadium\, selbst vor dem Mahlen\, durch die Einwirkung von Fermenten\, vor Feuchtigkeit oder Hitze einen Gärungsprozess durchgemacht haben. \nFrühjahrsputz\nUm die Wohnung von Gesäuertem zu befreien\, findet deshalb vor Pessach ein äußerst gründlicher Hausputz statt. Der Hausherr ist verpflichtet\, am Vorabend des 14. Nissan – bzw. falls das ein Schabbat ist\, bereits einen Tag früher – das gesamte Haus nach noch vorhandenem Gesäuerten zu durchsuchen und seinen Fund dann am Morgen zu verbrennen. Ebenso müssen alle Küchengeräte und Bestecke durch Ausglühen oder Auskochen von gesäuerten Rückständen befreit werden. Für Pessach wird Geschirr verwendet\, das nur für diese Gelegenheit bestimmt ist\, während das sonst gebrauchte separiert wird. \nDer Sederabend markiert den Beginn des Fests\nWährend der synagogale Ritus im wesentlichen dem der anderen Wallfahrtsfeste entspricht\, zeichnet sich dieses Fest dadurch aus\, dass es für die beiden ersten Abende ein häusliches Ritual gibt\, eine festliche Mahlzeit\, die nach einer festen Ordnung verläuft. Nach dem hebräischen Wort für „Ordnung“ wird diese Zeremonie Seder genannt. Zum Seder versammelt sich die ganze Familie; nach Möglichkeit werden auch Gäste eingeladen. \nSymbolische Speisen\nAuf einem Teller befinden sich die für diese Mahlzeit erforderlichen symbolträchtigen Speisen: drei Mazzot\, die jeweils in eine Serviette gehüllt sind oder in einer dreifächerigen Tasche liegen; ferner „Erdfrüchte“\, wofür man Radieschen\, Sellerie oder Petersilie verwendet; ein Gefäß mit Salzwasser; Bitterkraut\, worunter Meerrettich oder Kopfsalat (oder beides) verstanden wird; ein aus geriebenen Äpfeln\, Mandeln\, Zimt und Wein bereitetes bräunliches Mus; ein Knochen mit etwas gebratenem Fleisch daran und ein gekochtes Ei. Der Knochen mit dem Fleisch dient der Erinnerung an das Pessachopfer\, das Opferlamm\, wenngleich es nicht üblich ist\, einen Hammelknochen dafür zu verwenden; das Ei soll das Wallfahrtsopfer symbolisieren. Beides muss zum Verzehr geeignet sein\, wird jedoch nicht gegessen\, während die übrigen Speisen\, dem Sederteller liegen\, im Verlauf der Zeremonie genossen werden. Auch sie sind von symbolischer Bedeutung und werden auf die Knechtschaft der Juden in Ägypten bezogen: Das Salzwasser\, in das die Erdfrüchte getaucht werden\, erinnert an die vergossenen Tränen\, das Bitterkraut an die bitteren Leiden\, das braune Fruchtmus an den Lehm\, aus dem die Israeliten Ziegel herstellen mussten; die Mazzot werden als „Brot der Armen“ bezeichnet. \nErinnerung an antike Gastmahle\nDie Ordnung der häuslichen Feier entspricht den Gepflogenheiten des antiken Gastmahls. Auch die symbolisch gedeuteten Speisen sind Bestandteile der antiken Mahlzeit\, so dass Gewohnheiten des Altertums und Symbolik zusammengeflossen sind. Den antiken Bräuchen entspricht auch die Vorschrift\, bei der Mahlzeit nicht zu sitzen\, sondern zu liegen. Diese Sitte wird beim Seder insofern beachtet\, als man angelehnt sitzt und der Hausherr einen besonders bequemen\, mit Kissen ausgepolsterten Sessel benutzt. Getrunken wird am Sederabend Wein\, und zwar sind vier Becher pro Person vorgeschrieben. Zusätzlich zu den Trinkgefäßen für die Teilnehmer der Mahlzeit wird ein weiterer mit Wein gefüllter Becher auf den Tisch gestellt\, der für den Propheten Elia bestimmt ist\, dessen Kommen erwartet wird: Elia gilt als Vorbote des Messias. \nErzählung des Auszugs aus Ägypten\nDer wesentliche Inhalt des Seders ist die Verlesung spezieller Texte\, die sich auf den Auszug aus Ägypten beziehen; sie sind in der Pessach-Haggada (Haggada heißt „Erzählung“) zusammengestellt. Derjenige\, der den Seder „gibt“\, d.h. ihn leitet\, soll die Texte nach Möglichkeit nicht nur vortragen\, sondern sie auch erklären. Die abendfüllende Zeremonie beginnt mit dem Festtags-Kiddusch (Segen über den Wein)\, dann folgt der Segen über die Erdfrüchte\, nach dem dann Petersilie oder Radieschen in Salzwasser getaucht und gegessen werden. Den formalen Anlass für den Vortrag der Texte\, die vom Auszug aus Ägypten erzählen sowie das Fest und dessen Ritual erklären\, bilden vier Fragen\, die das jüngste teilnehmende Kind stellt und die sich auf den Sinn des Zeremoniells richten. Die Verlesung der Haggada wird durch das Abendessen unterbrochen. \nBesonderes Abendessen\nDas Abendessen soll aus mindestens zwei Gängen bestehen. Als erster Gang sind hartgekochte Eier in Salzwasser üblich. Eier werden entweder als Symbol des Lebens gedeutet oder sind auch ein Zeichen der Trauer\, da man sich bei der Festfreude der Zerstörung des Tempels erinnern soll. Auf die Eier folgt meist ein Fleischgericht\, wobei zu beachten ist\, dass kein gebratenes Fleisch an diesen beiden Abenden Verwendung findet. Hammelfleisch\, das bei sefardischen Juden üblich ist\, wird in Nord- und Mitteleuropa bei der Festmahlzeit nicht gegessen. Den Abschluss des Abendessens bildet der symbolische Nachtisch\, der Afikoman\, das vorher beiseite gelegte Stück Mazza. Es hat sich der fröhliche Brauch herausgebildet\, dass der Hausherr zunächst das Stück nicht finden kann\, weil die an der Feier teilnehmenden Kinder es versteckt haben. Damit die Feier fortgesetzt werden kann\, muss das Stück Mazza mit einem kleinen Geschenk ausgelöst werden. \nViel Gesang\nDann nimmt der Seder seinen Fortgang. Der zweite Teil\, der mit dem Tischgebet beginnt\, ist etwas aufgelockert und trägt der Ermüdung der Teilnehmer\, besonders der Kinder\, insofern Rechnung\, als in ihm eine Reihe von Liedern enthalten ist\, deren Refrain von allen gemeinsam gesungen wird. Das bekannteste Lied ist das vom Zicklein\, das in deutscher Übertragung in „Des Knaben Wunderhorn“ gelangt ist. Mit ihm endet der Seder\, dessen Ritual an beiden Abenden im Wesentlichen gleich ist. \nAus: Heinrich Simon: Jüdische Feiertage\, Verlag Hentrich und Hentrich und Centrum Judaicum Berlin\, 2003
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DESCRIPTION:An Pessach wird der Befreiung aus der Sklaverei und des Auszugs aus Ägypten gedacht\nIn den Nissan fällt das erste der drei Wallfahrtsfeste\, das Pessachfest\, das in der Bibel auch als Fest der Mazzot (Singular: Mazza)\, der ungesäuerten Brote\, bezeichnet wird. Der Name Pessach (Überschreitung) stammt von dem in der Bibel gebotenen Opfer eines Lammes\, das vor dem Auszug der Israeliten aus Ägypten geschlachtet und gegessen wurde. Im Bibeltext (2. Buch Moses\, 12\, 27) heißt es\, Gott habe\, als er alle Erstgeborenen in Ägypten erschlug\, die Israeliten verschont\, indem er ihre Häuser überging. Daher wird dieses Fest Überschreitung genannt; auch das geopferte Lamm wird mit diesem Namen bezeichnet. \nLandwirtschaftliche Bedeutung\nWie alle Wallfahrtsfeste hat Pessach eine historische und eine mit der Natur verbundene Bedeutung. Historisch erinnert das Fest an den Auszug der Israeliten aus Ägypten\, und noch heute wird im Gedenken an dieses Ereignis nur Ungesäuertes gegessen\, weil der plötzliche Aufbruch aus Ägypten es nicht gestattete\, den Brotteig vor dem Backen säuern zu lassen. In landwirtschaftlicher Hinsicht ist Pessach mit der Ernte der Wintergerste verbunden. \nViele Speisen sind verboten\nPessach wird acht Tage lang\, vom 15. bis zum 22. Nissan\, begangen (in Israel bis zum 21. Nissan). Zu den Hauptmerkmalen dieses durch seine Vorschriften besonders eindrucksvollen Festes gehört das Verbot\, Gesäuertes (hebr. Chamez) zu genießen\, oder es überhaupt zu besitzen. 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Zum Seder versammelt sich die ganze Familie; nach Möglichkeit werden auch Gäste eingeladen. \nSymbolische Speisen\nAuf einem Teller befinden sich die für diese Mahlzeit erforderlichen symbolträchtigen Speisen: drei Mazzot\, die jeweils in eine Serviette gehüllt sind oder in einer dreifächerigen Tasche liegen; ferner „Erdfrüchte“\, wofür man Radieschen\, Sellerie oder Petersilie verwendet; ein Gefäß mit Salzwasser; Bitterkraut\, worunter Meerrettich oder Kopfsalat (oder beides) verstanden wird; ein aus geriebenen Äpfeln\, Mandeln\, Zimt und Wein bereitetes bräunliches Mus; ein Knochen mit etwas gebratenem Fleisch daran und ein gekochtes Ei. Der Knochen mit dem Fleisch dient der Erinnerung an das Pessachopfer\, das Opferlamm\, wenngleich es nicht üblich ist\, einen Hammelknochen dafür zu verwenden; das Ei soll das Wallfahrtsopfer symbolisieren. Beides muss zum Verzehr geeignet sein\, wird jedoch nicht gegessen\, während die übrigen Speisen\, dem Sederteller liegen\, im Verlauf der Zeremonie genossen werden. Auch sie sind von symbolischer Bedeutung und werden auf die Knechtschaft der Juden in Ägypten bezogen: Das Salzwasser\, in das die Erdfrüchte getaucht werden\, erinnert an die vergossenen Tränen\, das Bitterkraut an die bitteren Leiden\, das braune Fruchtmus an den Lehm\, aus dem die Israeliten Ziegel herstellen mussten; die Mazzot werden als „Brot der Armen“ bezeichnet. \nErinnerung an antike Gastmahle\nDie Ordnung der häuslichen Feier entspricht den Gepflogenheiten des antiken Gastmahls. Auch die symbolisch gedeuteten Speisen sind Bestandteile der antiken Mahlzeit\, so dass Gewohnheiten des Altertums und Symbolik zusammengeflossen sind. Den antiken Bräuchen entspricht auch die Vorschrift\, bei der Mahlzeit nicht zu sitzen\, sondern zu liegen. Diese Sitte wird beim Seder insofern beachtet\, als man angelehnt sitzt und der Hausherr einen besonders bequemen\, mit Kissen ausgepolsterten Sessel benutzt. Getrunken wird am Sederabend Wein\, und zwar sind vier Becher pro Person vorgeschrieben. Zusätzlich zu den Trinkgefäßen für die Teilnehmer der Mahlzeit wird ein weiterer mit Wein gefüllter Becher auf den Tisch gestellt\, der für den Propheten Elia bestimmt ist\, dessen Kommen erwartet wird: Elia gilt als Vorbote des Messias. \nErzählung des Auszugs aus Ägypten\nDer wesentliche Inhalt des Seders ist die Verlesung spezieller Texte\, die sich auf den Auszug aus Ägypten beziehen; sie sind in der Pessach-Haggada (Haggada heißt „Erzählung“) zusammengestellt. Derjenige\, der den Seder „gibt“\, d.h. ihn leitet\, soll die Texte nach Möglichkeit nicht nur vortragen\, sondern sie auch erklären. Die abendfüllende Zeremonie beginnt mit dem Festtags-Kiddusch (Segen über den Wein)\, dann folgt der Segen über die Erdfrüchte\, nach dem dann Petersilie oder Radieschen in Salzwasser getaucht und gegessen werden. Den formalen Anlass für den Vortrag der Texte\, die vom Auszug aus Ägypten erzählen sowie das Fest und dessen Ritual erklären\, bilden vier Fragen\, die das jüngste teilnehmende Kind stellt und die sich auf den Sinn des Zeremoniells richten. Die Verlesung der Haggada wird durch das Abendessen unterbrochen. \nBesonderes Abendessen\nDas Abendessen soll aus mindestens zwei Gängen bestehen. Als erster Gang sind hartgekochte Eier in Salzwasser üblich. Eier werden entweder als Symbol des Lebens gedeutet oder sind auch ein Zeichen der Trauer\, da man sich bei der Festfreude der Zerstörung des Tempels erinnern soll. Auf die Eier folgt meist ein Fleischgericht\, wobei zu beachten ist\, dass kein gebratenes Fleisch an diesen beiden Abenden Verwendung findet. Hammelfleisch\, das bei sefardischen Juden üblich ist\, wird in Nord- und Mitteleuropa bei der Festmahlzeit nicht gegessen. Den Abschluss des Abendessens bildet der symbolische Nachtisch\, der Afikoman\, das vorher beiseite gelegte Stück Mazza. Es hat sich der fröhliche Brauch herausgebildet\, dass der Hausherr zunächst das Stück nicht finden kann\, weil die an der Feier teilnehmenden Kinder es versteckt haben. Damit die Feier fortgesetzt werden kann\, muss das Stück Mazza mit einem kleinen Geschenk ausgelöst werden. \nViel Gesang\nDann nimmt der Seder seinen Fortgang. Der zweite Teil\, der mit dem Tischgebet beginnt\, ist etwas aufgelockert und trägt der Ermüdung der Teilnehmer\, besonders der Kinder\, insofern Rechnung\, als in ihm eine Reihe von Liedern enthalten ist\, deren Refrain von allen gemeinsam gesungen wird. Das bekannteste Lied ist das vom Zicklein\, das in deutscher Übertragung in „Des Knaben Wunderhorn“ gelangt ist. 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Historisch erinnert das Fest an den Auszug der Israeliten aus Ägypten\, und noch heute wird im Gedenken an dieses Ereignis nur Ungesäuertes gegessen\, weil der plötzliche Aufbruch aus Ägypten es nicht gestattete\, den Brotteig vor dem Backen säuern zu lassen. In landwirtschaftlicher Hinsicht ist Pessach mit der Ernte der Wintergerste verbunden. \nViele Speisen sind verboten\nPessach wird acht Tage lang\, vom 15. bis zum 22. Nissan\, begangen (in Israel bis zum 21. Nissan). Zu den Hauptmerkmalen dieses durch seine Vorschriften besonders eindrucksvollen Festes gehört das Verbot\, Gesäuertes (hebr. Chamez) zu genießen\, oder es überhaupt zu besitzen. 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Zum Seder versammelt sich die ganze Familie; nach Möglichkeit werden auch Gäste eingeladen. \nSymbolische Speisen\nAuf einem Teller befinden sich die für diese Mahlzeit erforderlichen symbolträchtigen Speisen: drei Mazzot\, die jeweils in eine Serviette gehüllt sind oder in einer dreifächerigen Tasche liegen; ferner „Erdfrüchte“\, wofür man Radieschen\, Sellerie oder Petersilie verwendet; ein Gefäß mit Salzwasser; Bitterkraut\, worunter Meerrettich oder Kopfsalat (oder beides) verstanden wird; ein aus geriebenen Äpfeln\, Mandeln\, Zimt und Wein bereitetes bräunliches Mus; ein Knochen mit etwas gebratenem Fleisch daran und ein gekochtes Ei. Der Knochen mit dem Fleisch dient der Erinnerung an das Pessachopfer\, das Opferlamm\, wenngleich es nicht üblich ist\, einen Hammelknochen dafür zu verwenden; das Ei soll das Wallfahrtsopfer symbolisieren. Beides muss zum Verzehr geeignet sein\, wird jedoch nicht gegessen\, während die übrigen Speisen\, dem Sederteller liegen\, im Verlauf der Zeremonie genossen werden. Auch sie sind von symbolischer Bedeutung und werden auf die Knechtschaft der Juden in Ägypten bezogen: Das Salzwasser\, in das die Erdfrüchte getaucht werden\, erinnert an die vergossenen Tränen\, das Bitterkraut an die bitteren Leiden\, das braune Fruchtmus an den Lehm\, aus dem die Israeliten Ziegel herstellen mussten; die Mazzot werden als „Brot der Armen“ bezeichnet. \nErinnerung an antike Gastmahle\nDie Ordnung der häuslichen Feier entspricht den Gepflogenheiten des antiken Gastmahls. Auch die symbolisch gedeuteten Speisen sind Bestandteile der antiken Mahlzeit\, so dass Gewohnheiten des Altertums und Symbolik zusammengeflossen sind. Den antiken Bräuchen entspricht auch die Vorschrift\, bei der Mahlzeit nicht zu sitzen\, sondern zu liegen. Diese Sitte wird beim Seder insofern beachtet\, als man angelehnt sitzt und der Hausherr einen besonders bequemen\, mit Kissen ausgepolsterten Sessel benutzt. Getrunken wird am Sederabend Wein\, und zwar sind vier Becher pro Person vorgeschrieben. Zusätzlich zu den Trinkgefäßen für die Teilnehmer der Mahlzeit wird ein weiterer mit Wein gefüllter Becher auf den Tisch gestellt\, der für den Propheten Elia bestimmt ist\, dessen Kommen erwartet wird: Elia gilt als Vorbote des Messias. \nErzählung des Auszugs aus Ägypten\nDer wesentliche Inhalt des Seders ist die Verlesung spezieller Texte\, die sich auf den Auszug aus Ägypten beziehen; sie sind in der Pessach-Haggada (Haggada heißt „Erzählung“) zusammengestellt. Derjenige\, der den Seder „gibt“\, d.h. ihn leitet\, soll die Texte nach Möglichkeit nicht nur vortragen\, sondern sie auch erklären. Die abendfüllende Zeremonie beginnt mit dem Festtags-Kiddusch (Segen über den Wein)\, dann folgt der Segen über die Erdfrüchte\, nach dem dann Petersilie oder Radieschen in Salzwasser getaucht und gegessen werden. Den formalen Anlass für den Vortrag der Texte\, die vom Auszug aus Ägypten erzählen sowie das Fest und dessen Ritual erklären\, bilden vier Fragen\, die das jüngste teilnehmende Kind stellt und die sich auf den Sinn des Zeremoniells richten. Die Verlesung der Haggada wird durch das Abendessen unterbrochen. \nBesonderes Abendessen\nDas Abendessen soll aus mindestens zwei Gängen bestehen. Als erster Gang sind hartgekochte Eier in Salzwasser üblich. Eier werden entweder als Symbol des Lebens gedeutet oder sind auch ein Zeichen der Trauer\, da man sich bei der Festfreude der Zerstörung des Tempels erinnern soll. Auf die Eier folgt meist ein Fleischgericht\, wobei zu beachten ist\, dass kein gebratenes Fleisch an diesen beiden Abenden Verwendung findet. Hammelfleisch\, das bei sefardischen Juden üblich ist\, wird in Nord- und Mitteleuropa bei der Festmahlzeit nicht gegessen. Den Abschluss des Abendessens bildet der symbolische Nachtisch\, der Afikoman\, das vorher beiseite gelegte Stück Mazza. Es hat sich der fröhliche Brauch herausgebildet\, dass der Hausherr zunächst das Stück nicht finden kann\, weil die an der Feier teilnehmenden Kinder es versteckt haben. Damit die Feier fortgesetzt werden kann\, muss das Stück Mazza mit einem kleinen Geschenk ausgelöst werden. \nViel Gesang\nDann nimmt der Seder seinen Fortgang. Der zweite Teil\, der mit dem Tischgebet beginnt\, ist etwas aufgelockert und trägt der Ermüdung der Teilnehmer\, besonders der Kinder\, insofern Rechnung\, als in ihm eine Reihe von Liedern enthalten ist\, deren Refrain von allen gemeinsam gesungen wird. Das bekannteste Lied ist das vom Zicklein\, das in deutscher Übertragung in „Des Knaben Wunderhorn“ gelangt ist. 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Historisch erinnert das Fest an den Auszug der Israeliten aus Ägypten\, und noch heute wird im Gedenken an dieses Ereignis nur Ungesäuertes gegessen\, weil der plötzliche Aufbruch aus Ägypten es nicht gestattete\, den Brotteig vor dem Backen säuern zu lassen. In landwirtschaftlicher Hinsicht ist Pessach mit der Ernte der Wintergerste verbunden. \nViele Speisen sind verboten\nPessach wird acht Tage lang\, vom 15. bis zum 22. Nissan\, begangen (in Israel bis zum 21. Nissan). Zu den Hauptmerkmalen dieses durch seine Vorschriften besonders eindrucksvollen Festes gehört das Verbot\, Gesäuertes (hebr. Chamez) zu genießen\, oder es überhaupt zu besitzen. Unter Gesäuertem werden alle Getreideprodukte verstanden\, die in irgendeinem Stadium\, selbst vor dem Mahlen\, durch die Einwirkung von Fermenten\, vor Feuchtigkeit oder Hitze einen Gärungsprozess durchgemacht haben. \nFrühjahrsputz\nUm die Wohnung von Gesäuertem zu befreien\, findet deshalb vor Pessach ein äußerst gründlicher Hausputz statt. Der Hausherr ist verpflichtet\, am Vorabend des 14. Nissan – bzw. falls das ein Schabbat ist\, bereits einen Tag früher – das gesamte Haus nach noch vorhandenem Gesäuerten zu durchsuchen und seinen Fund dann am Morgen zu verbrennen. Ebenso müssen alle Küchengeräte und Bestecke durch Ausglühen oder Auskochen von gesäuerten Rückständen befreit werden. 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Zum Seder versammelt sich die ganze Familie; nach Möglichkeit werden auch Gäste eingeladen. \nSymbolische Speisen\nAuf einem Teller befinden sich die für diese Mahlzeit erforderlichen symbolträchtigen Speisen: drei Mazzot\, die jeweils in eine Serviette gehüllt sind oder in einer dreifächerigen Tasche liegen; ferner „Erdfrüchte“\, wofür man Radieschen\, Sellerie oder Petersilie verwendet; ein Gefäß mit Salzwasser; Bitterkraut\, worunter Meerrettich oder Kopfsalat (oder beides) verstanden wird; ein aus geriebenen Äpfeln\, Mandeln\, Zimt und Wein bereitetes bräunliches Mus; ein Knochen mit etwas gebratenem Fleisch daran und ein gekochtes Ei. Der Knochen mit dem Fleisch dient der Erinnerung an das Pessachopfer\, das Opferlamm\, wenngleich es nicht üblich ist\, einen Hammelknochen dafür zu verwenden; das Ei soll das Wallfahrtsopfer symbolisieren. Beides muss zum Verzehr geeignet sein\, wird jedoch nicht gegessen\, während die übrigen Speisen\, dem Sederteller liegen\, im Verlauf der Zeremonie genossen werden. Auch sie sind von symbolischer Bedeutung und werden auf die Knechtschaft der Juden in Ägypten bezogen: Das Salzwasser\, in das die Erdfrüchte getaucht werden\, erinnert an die vergossenen Tränen\, das Bitterkraut an die bitteren Leiden\, das braune Fruchtmus an den Lehm\, aus dem die Israeliten Ziegel herstellen mussten; die Mazzot werden als „Brot der Armen“ bezeichnet. \nErinnerung an antike Gastmahle\nDie Ordnung der häuslichen Feier entspricht den Gepflogenheiten des antiken Gastmahls. Auch die symbolisch gedeuteten Speisen sind Bestandteile der antiken Mahlzeit\, so dass Gewohnheiten des Altertums und Symbolik zusammengeflossen sind. Den antiken Bräuchen entspricht auch die Vorschrift\, bei der Mahlzeit nicht zu sitzen\, sondern zu liegen. Diese Sitte wird beim Seder insofern beachtet\, als man angelehnt sitzt und der Hausherr einen besonders bequemen\, mit Kissen ausgepolsterten Sessel benutzt. Getrunken wird am Sederabend Wein\, und zwar sind vier Becher pro Person vorgeschrieben. Zusätzlich zu den Trinkgefäßen für die Teilnehmer der Mahlzeit wird ein weiterer mit Wein gefüllter Becher auf den Tisch gestellt\, der für den Propheten Elia bestimmt ist\, dessen Kommen erwartet wird: Elia gilt als Vorbote des Messias. \nErzählung des Auszugs aus Ägypten\nDer wesentliche Inhalt des Seders ist die Verlesung spezieller Texte\, die sich auf den Auszug aus Ägypten beziehen; sie sind in der Pessach-Haggada (Haggada heißt „Erzählung“) zusammengestellt. Derjenige\, der den Seder „gibt“\, d.h. ihn leitet\, soll die Texte nach Möglichkeit nicht nur vortragen\, sondern sie auch erklären. Die abendfüllende Zeremonie beginnt mit dem Festtags-Kiddusch (Segen über den Wein)\, dann folgt der Segen über die Erdfrüchte\, nach dem dann Petersilie oder Radieschen in Salzwasser getaucht und gegessen werden. Den formalen Anlass für den Vortrag der Texte\, die vom Auszug aus Ägypten erzählen sowie das Fest und dessen Ritual erklären\, bilden vier Fragen\, die das jüngste teilnehmende Kind stellt und die sich auf den Sinn des Zeremoniells richten. Die Verlesung der Haggada wird durch das Abendessen unterbrochen. \nBesonderes Abendessen\nDas Abendessen soll aus mindestens zwei Gängen bestehen. Als erster Gang sind hartgekochte Eier in Salzwasser üblich. Eier werden entweder als Symbol des Lebens gedeutet oder sind auch ein Zeichen der Trauer\, da man sich bei der Festfreude der Zerstörung des Tempels erinnern soll. Auf die Eier folgt meist ein Fleischgericht\, wobei zu beachten ist\, dass kein gebratenes Fleisch an diesen beiden Abenden Verwendung findet. Hammelfleisch\, das bei sefardischen Juden üblich ist\, wird in Nord- und Mitteleuropa bei der Festmahlzeit nicht gegessen. Den Abschluss des Abendessens bildet der symbolische Nachtisch\, der Afikoman\, das vorher beiseite gelegte Stück Mazza. Es hat sich der fröhliche Brauch herausgebildet\, dass der Hausherr zunächst das Stück nicht finden kann\, weil die an der Feier teilnehmenden Kinder es versteckt haben. Damit die Feier fortgesetzt werden kann\, muss das Stück Mazza mit einem kleinen Geschenk ausgelöst werden. \nViel Gesang\nDann nimmt der Seder seinen Fortgang. Der zweite Teil\, der mit dem Tischgebet beginnt\, ist etwas aufgelockert und trägt der Ermüdung der Teilnehmer\, besonders der Kinder\, insofern Rechnung\, als in ihm eine Reihe von Liedern enthalten ist\, deren Refrain von allen gemeinsam gesungen wird. Das bekannteste Lied ist das vom Zicklein\, das in deutscher Übertragung in „Des Knaben Wunderhorn“ gelangt ist. Mit ihm endet der Seder\, dessen Ritual an beiden Abenden im Wesentlichen gleich ist. \nAus: Heinrich Simon: Jüdische Feiertage\, Verlag Hentrich und Hentrich und Centrum Judaicum Berlin\, 2003
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DESCRIPTION:An Pessach wird der Befreiung aus der Sklaverei und des Auszugs aus Ägypten gedacht\nIn den Nissan fällt das erste der drei Wallfahrtsfeste\, das Pessachfest\, das in der Bibel auch als Fest der Mazzot (Singular: Mazza)\, der ungesäuerten Brote\, bezeichnet wird. Der Name Pessach (Überschreitung) stammt von dem in der Bibel gebotenen Opfer eines Lammes\, das vor dem Auszug der Israeliten aus Ägypten geschlachtet und gegessen wurde. Im Bibeltext (2. Buch Moses\, 12\, 27) heißt es\, Gott habe\, als er alle Erstgeborenen in Ägypten erschlug\, die Israeliten verschont\, indem er ihre Häuser überging. Daher wird dieses Fest Überschreitung genannt; auch das geopferte Lamm wird mit diesem Namen bezeichnet. \nLandwirtschaftliche Bedeutung\nWie alle Wallfahrtsfeste hat Pessach eine historische und eine mit der Natur verbundene Bedeutung. Historisch erinnert das Fest an den Auszug der Israeliten aus Ägypten\, und noch heute wird im Gedenken an dieses Ereignis nur Ungesäuertes gegessen\, weil der plötzliche Aufbruch aus Ägypten es nicht gestattete\, den Brotteig vor dem Backen säuern zu lassen. In landwirtschaftlicher Hinsicht ist Pessach mit der Ernte der Wintergerste verbunden. \nViele Speisen sind verboten\nPessach wird acht Tage lang\, vom 15. bis zum 22. Nissan\, begangen (in Israel bis zum 21. Nissan). Zu den Hauptmerkmalen dieses durch seine Vorschriften besonders eindrucksvollen Festes gehört das Verbot\, Gesäuertes (hebr. Chamez) zu genießen\, oder es überhaupt zu besitzen. Unter Gesäuertem werden alle Getreideprodukte verstanden\, die in irgendeinem Stadium\, selbst vor dem Mahlen\, durch die Einwirkung von Fermenten\, vor Feuchtigkeit oder Hitze einen Gärungsprozess durchgemacht haben. \nFrühjahrsputz\nUm die Wohnung von Gesäuertem zu befreien\, findet deshalb vor Pessach ein äußerst gründlicher Hausputz statt. Der Hausherr ist verpflichtet\, am Vorabend des 14. Nissan – bzw. falls das ein Schabbat ist\, bereits einen Tag früher – das gesamte Haus nach noch vorhandenem Gesäuerten zu durchsuchen und seinen Fund dann am Morgen zu verbrennen. Ebenso müssen alle Küchengeräte und Bestecke durch Ausglühen oder Auskochen von gesäuerten Rückständen befreit werden. Für Pessach wird Geschirr verwendet\, das nur für diese Gelegenheit bestimmt ist\, während das sonst gebrauchte separiert wird. \nDer Sederabend markiert den Beginn des Fests\nWährend der synagogale Ritus im wesentlichen dem der anderen Wallfahrtsfeste entspricht\, zeichnet sich dieses Fest dadurch aus\, dass es für die beiden ersten Abende ein häusliches Ritual gibt\, eine festliche Mahlzeit\, die nach einer festen Ordnung verläuft. Nach dem hebräischen Wort für „Ordnung“ wird diese Zeremonie Seder genannt. Zum Seder versammelt sich die ganze Familie; nach Möglichkeit werden auch Gäste eingeladen. \nSymbolische Speisen\nAuf einem Teller befinden sich die für diese Mahlzeit erforderlichen symbolträchtigen Speisen: drei Mazzot\, die jeweils in eine Serviette gehüllt sind oder in einer dreifächerigen Tasche liegen; ferner „Erdfrüchte“\, wofür man Radieschen\, Sellerie oder Petersilie verwendet; ein Gefäß mit Salzwasser; Bitterkraut\, worunter Meerrettich oder Kopfsalat (oder beides) verstanden wird; ein aus geriebenen Äpfeln\, Mandeln\, Zimt und Wein bereitetes bräunliches Mus; ein Knochen mit etwas gebratenem Fleisch daran und ein gekochtes Ei. Der Knochen mit dem Fleisch dient der Erinnerung an das Pessachopfer\, das Opferlamm\, wenngleich es nicht üblich ist\, einen Hammelknochen dafür zu verwenden; das Ei soll das Wallfahrtsopfer symbolisieren. Beides muss zum Verzehr geeignet sein\, wird jedoch nicht gegessen\, während die übrigen Speisen\, dem Sederteller liegen\, im Verlauf der Zeremonie genossen werden. Auch sie sind von symbolischer Bedeutung und werden auf die Knechtschaft der Juden in Ägypten bezogen: Das Salzwasser\, in das die Erdfrüchte getaucht werden\, erinnert an die vergossenen Tränen\, das Bitterkraut an die bitteren Leiden\, das braune Fruchtmus an den Lehm\, aus dem die Israeliten Ziegel herstellen mussten; die Mazzot werden als „Brot der Armen“ bezeichnet. \nErinnerung an antike Gastmahle\nDie Ordnung der häuslichen Feier entspricht den Gepflogenheiten des antiken Gastmahls. Auch die symbolisch gedeuteten Speisen sind Bestandteile der antiken Mahlzeit\, so dass Gewohnheiten des Altertums und Symbolik zusammengeflossen sind. Den antiken Bräuchen entspricht auch die Vorschrift\, bei der Mahlzeit nicht zu sitzen\, sondern zu liegen. Diese Sitte wird beim Seder insofern beachtet\, als man angelehnt sitzt und der Hausherr einen besonders bequemen\, mit Kissen ausgepolsterten Sessel benutzt. Getrunken wird am Sederabend Wein\, und zwar sind vier Becher pro Person vorgeschrieben. Zusätzlich zu den Trinkgefäßen für die Teilnehmer der Mahlzeit wird ein weiterer mit Wein gefüllter Becher auf den Tisch gestellt\, der für den Propheten Elia bestimmt ist\, dessen Kommen erwartet wird: Elia gilt als Vorbote des Messias. \nErzählung des Auszugs aus Ägypten\nDer wesentliche Inhalt des Seders ist die Verlesung spezieller Texte\, die sich auf den Auszug aus Ägypten beziehen; sie sind in der Pessach-Haggada (Haggada heißt „Erzählung“) zusammengestellt. Derjenige\, der den Seder „gibt“\, d.h. ihn leitet\, soll die Texte nach Möglichkeit nicht nur vortragen\, sondern sie auch erklären. 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Zum Seder versammelt sich die ganze Familie; nach Möglichkeit werden auch Gäste eingeladen. \nSymbolische Speisen\nAuf einem Teller befinden sich die für diese Mahlzeit erforderlichen symbolträchtigen Speisen: drei Mazzot\, die jeweils in eine Serviette gehüllt sind oder in einer dreifächerigen Tasche liegen; ferner „Erdfrüchte“\, wofür man Radieschen\, Sellerie oder Petersilie verwendet; ein Gefäß mit Salzwasser; Bitterkraut\, worunter Meerrettich oder Kopfsalat (oder beides) verstanden wird; ein aus geriebenen Äpfeln\, Mandeln\, Zimt und Wein bereitetes bräunliches Mus; ein Knochen mit etwas gebratenem Fleisch daran und ein gekochtes Ei. Der Knochen mit dem Fleisch dient der Erinnerung an das Pessachopfer\, das Opferlamm\, wenngleich es nicht üblich ist\, einen Hammelknochen dafür zu verwenden; das Ei soll das Wallfahrtsopfer symbolisieren. Beides muss zum Verzehr geeignet sein\, wird jedoch nicht gegessen\, während die übrigen Speisen\, dem Sederteller liegen\, im Verlauf der Zeremonie genossen werden. Auch sie sind von symbolischer Bedeutung und werden auf die Knechtschaft der Juden in Ägypten bezogen: Das Salzwasser\, in das die Erdfrüchte getaucht werden\, erinnert an die vergossenen Tränen\, das Bitterkraut an die bitteren Leiden\, das braune Fruchtmus an den Lehm\, aus dem die Israeliten Ziegel herstellen mussten; die Mazzot werden als „Brot der Armen“ bezeichnet. \nErinnerung an antike Gastmahle\nDie Ordnung der häuslichen Feier entspricht den Gepflogenheiten des antiken Gastmahls. Auch die symbolisch gedeuteten Speisen sind Bestandteile der antiken Mahlzeit\, so dass Gewohnheiten des Altertums und Symbolik zusammengeflossen sind. Den antiken Bräuchen entspricht auch die Vorschrift\, bei der Mahlzeit nicht zu sitzen\, sondern zu liegen. Diese Sitte wird beim Seder insofern beachtet\, als man angelehnt sitzt und der Hausherr einen besonders bequemen\, mit Kissen ausgepolsterten Sessel benutzt. Getrunken wird am Sederabend Wein\, und zwar sind vier Becher pro Person vorgeschrieben. Zusätzlich zu den Trinkgefäßen für die Teilnehmer der Mahlzeit wird ein weiterer mit Wein gefüllter Becher auf den Tisch gestellt\, der für den Propheten Elia bestimmt ist\, dessen Kommen erwartet wird: Elia gilt als Vorbote des Messias. \nErzählung des Auszugs aus Ägypten\nDer wesentliche Inhalt des Seders ist die Verlesung spezieller Texte\, die sich auf den Auszug aus Ägypten beziehen; sie sind in der Pessach-Haggada (Haggada heißt „Erzählung“) zusammengestellt. Derjenige\, der den Seder „gibt“\, d.h. ihn leitet\, soll die Texte nach Möglichkeit nicht nur vortragen\, sondern sie auch erklären. Die abendfüllende Zeremonie beginnt mit dem Festtags-Kiddusch (Segen über den Wein)\, dann folgt der Segen über die Erdfrüchte\, nach dem dann Petersilie oder Radieschen in Salzwasser getaucht und gegessen werden. Den formalen Anlass für den Vortrag der Texte\, die vom Auszug aus Ägypten erzählen sowie das Fest und dessen Ritual erklären\, bilden vier Fragen\, die das jüngste teilnehmende Kind stellt und die sich auf den Sinn des Zeremoniells richten. Die Verlesung der Haggada wird durch das Abendessen unterbrochen. \nBesonderes Abendessen\nDas Abendessen soll aus mindestens zwei Gängen bestehen. Als erster Gang sind hartgekochte Eier in Salzwasser üblich. Eier werden entweder als Symbol des Lebens gedeutet oder sind auch ein Zeichen der Trauer\, da man sich bei der Festfreude der Zerstörung des Tempels erinnern soll. Auf die Eier folgt meist ein Fleischgericht\, wobei zu beachten ist\, dass kein gebratenes Fleisch an diesen beiden Abenden Verwendung findet. Hammelfleisch\, das bei sefardischen Juden üblich ist\, wird in Nord- und Mitteleuropa bei der Festmahlzeit nicht gegessen. Den Abschluss des Abendessens bildet der symbolische Nachtisch\, der Afikoman\, das vorher beiseite gelegte Stück Mazza. Es hat sich der fröhliche Brauch herausgebildet\, dass der Hausherr zunächst das Stück nicht finden kann\, weil die an der Feier teilnehmenden Kinder es versteckt haben. Damit die Feier fortgesetzt werden kann\, muss das Stück Mazza mit einem kleinen Geschenk ausgelöst werden. \nViel Gesang\nDann nimmt der Seder seinen Fortgang. Der zweite Teil\, der mit dem Tischgebet beginnt\, ist etwas aufgelockert und trägt der Ermüdung der Teilnehmer\, besonders der Kinder\, insofern Rechnung\, als in ihm eine Reihe von Liedern enthalten ist\, deren Refrain von allen gemeinsam gesungen wird. Das bekannteste Lied ist das vom Zicklein\, das in deutscher Übertragung in „Des Knaben Wunderhorn“ gelangt ist. Mit ihm endet der Seder\, dessen Ritual an beiden Abenden im Wesentlichen gleich ist. \nAus: Heinrich Simon: Jüdische Feiertage\, Verlag Hentrich und Hentrich und Centrum Judaicum Berlin\, 2003
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Historisch erinnert das Fest an den Auszug der Israeliten aus Ägypten\, und noch heute wird im Gedenken an dieses Ereignis nur Ungesäuertes gegessen\, weil der plötzliche Aufbruch aus Ägypten es nicht gestattete\, den Brotteig vor dem Backen säuern zu lassen. In landwirtschaftlicher Hinsicht ist Pessach mit der Ernte der Wintergerste verbunden. \nViele Speisen sind verboten\nPessach wird acht Tage lang\, vom 15. bis zum 22. Nissan\, begangen (in Israel bis zum 21. Nissan). Zu den Hauptmerkmalen dieses durch seine Vorschriften besonders eindrucksvollen Festes gehört das Verbot\, Gesäuertes (hebr. Chamez) zu genießen\, oder es überhaupt zu besitzen. Unter Gesäuertem werden alle Getreideprodukte verstanden\, die in irgendeinem Stadium\, selbst vor dem Mahlen\, durch die Einwirkung von Fermenten\, vor Feuchtigkeit oder Hitze einen Gärungsprozess durchgemacht haben. \nFrühjahrsputz\nUm die Wohnung von Gesäuertem zu befreien\, findet deshalb vor Pessach ein äußerst gründlicher Hausputz statt. Der Hausherr ist verpflichtet\, am Vorabend des 14. Nissan – bzw. falls das ein Schabbat ist\, bereits einen Tag früher – das gesamte Haus nach noch vorhandenem Gesäuerten zu durchsuchen und seinen Fund dann am Morgen zu verbrennen. Ebenso müssen alle Küchengeräte und Bestecke durch Ausglühen oder Auskochen von gesäuerten Rückständen befreit werden. Für Pessach wird Geschirr verwendet\, das nur für diese Gelegenheit bestimmt ist\, während das sonst gebrauchte separiert wird. \nDer Sederabend markiert den Beginn des Fests\nWährend der synagogale Ritus im wesentlichen dem der anderen Wallfahrtsfeste entspricht\, zeichnet sich dieses Fest dadurch aus\, dass es für die beiden ersten Abende ein häusliches Ritual gibt\, eine festliche Mahlzeit\, die nach einer festen Ordnung verläuft. Nach dem hebräischen Wort für „Ordnung“ wird diese Zeremonie Seder genannt. Zum Seder versammelt sich die ganze Familie; nach Möglichkeit werden auch Gäste eingeladen. \nSymbolische Speisen\nAuf einem Teller befinden sich die für diese Mahlzeit erforderlichen symbolträchtigen Speisen: drei Mazzot\, die jeweils in eine Serviette gehüllt sind oder in einer dreifächerigen Tasche liegen; ferner „Erdfrüchte“\, wofür man Radieschen\, Sellerie oder Petersilie verwendet; ein Gefäß mit Salzwasser; Bitterkraut\, worunter Meerrettich oder Kopfsalat (oder beides) verstanden wird; ein aus geriebenen Äpfeln\, Mandeln\, Zimt und Wein bereitetes bräunliches Mus; ein Knochen mit etwas gebratenem Fleisch daran und ein gekochtes Ei. Der Knochen mit dem Fleisch dient der Erinnerung an das Pessachopfer\, das Opferlamm\, wenngleich es nicht üblich ist\, einen Hammelknochen dafür zu verwenden; das Ei soll das Wallfahrtsopfer symbolisieren. Beides muss zum Verzehr geeignet sein\, wird jedoch nicht gegessen\, während die übrigen Speisen\, dem Sederteller liegen\, im Verlauf der Zeremonie genossen werden. Auch sie sind von symbolischer Bedeutung und werden auf die Knechtschaft der Juden in Ägypten bezogen: Das Salzwasser\, in das die Erdfrüchte getaucht werden\, erinnert an die vergossenen Tränen\, das Bitterkraut an die bitteren Leiden\, das braune Fruchtmus an den Lehm\, aus dem die Israeliten Ziegel herstellen mussten; die Mazzot werden als „Brot der Armen“ bezeichnet. \nErinnerung an antike Gastmahle\nDie Ordnung der häuslichen Feier entspricht den Gepflogenheiten des antiken Gastmahls. Auch die symbolisch gedeuteten Speisen sind Bestandteile der antiken Mahlzeit\, so dass Gewohnheiten des Altertums und Symbolik zusammengeflossen sind. Den antiken Bräuchen entspricht auch die Vorschrift\, bei der Mahlzeit nicht zu sitzen\, sondern zu liegen. Diese Sitte wird beim Seder insofern beachtet\, als man angelehnt sitzt und der Hausherr einen besonders bequemen\, mit Kissen ausgepolsterten Sessel benutzt. Getrunken wird am Sederabend Wein\, und zwar sind vier Becher pro Person vorgeschrieben. Zusätzlich zu den Trinkgefäßen für die Teilnehmer der Mahlzeit wird ein weiterer mit Wein gefüllter Becher auf den Tisch gestellt\, der für den Propheten Elia bestimmt ist\, dessen Kommen erwartet wird: Elia gilt als Vorbote des Messias. \nErzählung des Auszugs aus Ägypten\nDer wesentliche Inhalt des Seders ist die Verlesung spezieller Texte\, die sich auf den Auszug aus Ägypten beziehen; sie sind in der Pessach-Haggada (Haggada heißt „Erzählung“) zusammengestellt. Derjenige\, der den Seder „gibt“\, d.h. ihn leitet\, soll die Texte nach Möglichkeit nicht nur vortragen\, sondern sie auch erklären. Die abendfüllende Zeremonie beginnt mit dem Festtags-Kiddusch (Segen über den Wein)\, dann folgt der Segen über die Erdfrüchte\, nach dem dann Petersilie oder Radieschen in Salzwasser getaucht und gegessen werden. Den formalen Anlass für den Vortrag der Texte\, die vom Auszug aus Ägypten erzählen sowie das Fest und dessen Ritual erklären\, bilden vier Fragen\, die das jüngste teilnehmende Kind stellt und die sich auf den Sinn des Zeremoniells richten. Die Verlesung der Haggada wird durch das Abendessen unterbrochen. \nBesonderes Abendessen\nDas Abendessen soll aus mindestens zwei Gängen bestehen. Als erster Gang sind hartgekochte Eier in Salzwasser üblich. Eier werden entweder als Symbol des Lebens gedeutet oder sind auch ein Zeichen der Trauer\, da man sich bei der Festfreude der Zerstörung des Tempels erinnern soll. Auf die Eier folgt meist ein Fleischgericht\, wobei zu beachten ist\, dass kein gebratenes Fleisch an diesen beiden Abenden Verwendung findet. Hammelfleisch\, das bei sefardischen Juden üblich ist\, wird in Nord- und Mitteleuropa bei der Festmahlzeit nicht gegessen. Den Abschluss des Abendessens bildet der symbolische Nachtisch\, der Afikoman\, das vorher beiseite gelegte Stück Mazza. Es hat sich der fröhliche Brauch herausgebildet\, dass der Hausherr zunächst das Stück nicht finden kann\, weil die an der Feier teilnehmenden Kinder es versteckt haben. Damit die Feier fortgesetzt werden kann\, muss das Stück Mazza mit einem kleinen Geschenk ausgelöst werden. \nViel Gesang\nDann nimmt der Seder seinen Fortgang. Der zweite Teil\, der mit dem Tischgebet beginnt\, ist etwas aufgelockert und trägt der Ermüdung der Teilnehmer\, besonders der Kinder\, insofern Rechnung\, als in ihm eine Reihe von Liedern enthalten ist\, deren Refrain von allen gemeinsam gesungen wird. Das bekannteste Lied ist das vom Zicklein\, das in deutscher Übertragung in „Des Knaben Wunderhorn“ gelangt ist. Mit ihm endet der Seder\, dessen Ritual an beiden Abenden im Wesentlichen gleich ist. \nAus: Heinrich Simon: Jüdische Feiertage\, Verlag Hentrich und Hentrich und Centrum Judaicum Berlin\, 2003
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Historisch erinnert das Fest an den Auszug der Israeliten aus Ägypten\, und noch heute wird im Gedenken an dieses Ereignis nur Ungesäuertes gegessen\, weil der plötzliche Aufbruch aus Ägypten es nicht gestattete\, den Brotteig vor dem Backen säuern zu lassen. In landwirtschaftlicher Hinsicht ist Pessach mit der Ernte der Wintergerste verbunden. \nViele Speisen sind verboten\nPessach wird acht Tage lang\, vom 15. bis zum 22. Nissan\, begangen (in Israel bis zum 21. Nissan). Zu den Hauptmerkmalen dieses durch seine Vorschriften besonders eindrucksvollen Festes gehört das Verbot\, Gesäuertes (hebr. Chamez) zu genießen\, oder es überhaupt zu besitzen. Unter Gesäuertem werden alle Getreideprodukte verstanden\, die in irgendeinem Stadium\, selbst vor dem Mahlen\, durch die Einwirkung von Fermenten\, vor Feuchtigkeit oder Hitze einen Gärungsprozess durchgemacht haben. \nFrühjahrsputz\nUm die Wohnung von Gesäuertem zu befreien\, findet deshalb vor Pessach ein äußerst gründlicher Hausputz statt. Der Hausherr ist verpflichtet\, am Vorabend des 14. Nissan – bzw. falls das ein Schabbat ist\, bereits einen Tag früher – das gesamte Haus nach noch vorhandenem Gesäuerten zu durchsuchen und seinen Fund dann am Morgen zu verbrennen. Ebenso müssen alle Küchengeräte und Bestecke durch Ausglühen oder Auskochen von gesäuerten Rückständen befreit werden. Für Pessach wird Geschirr verwendet\, das nur für diese Gelegenheit bestimmt ist\, während das sonst gebrauchte separiert wird. \nDer Sederabend markiert den Beginn des Fests\nWährend der synagogale Ritus im wesentlichen dem der anderen Wallfahrtsfeste entspricht\, zeichnet sich dieses Fest dadurch aus\, dass es für die beiden ersten Abende ein häusliches Ritual gibt\, eine festliche Mahlzeit\, die nach einer festen Ordnung verläuft. Nach dem hebräischen Wort für „Ordnung“ wird diese Zeremonie Seder genannt. Zum Seder versammelt sich die ganze Familie; nach Möglichkeit werden auch Gäste eingeladen. \nSymbolische Speisen\nAuf einem Teller befinden sich die für diese Mahlzeit erforderlichen symbolträchtigen Speisen: drei Mazzot\, die jeweils in eine Serviette gehüllt sind oder in einer dreifächerigen Tasche liegen; ferner „Erdfrüchte“\, wofür man Radieschen\, Sellerie oder Petersilie verwendet; ein Gefäß mit Salzwasser; Bitterkraut\, worunter Meerrettich oder Kopfsalat (oder beides) verstanden wird; ein aus geriebenen Äpfeln\, Mandeln\, Zimt und Wein bereitetes bräunliches Mus; ein Knochen mit etwas gebratenem Fleisch daran und ein gekochtes Ei. Der Knochen mit dem Fleisch dient der Erinnerung an das Pessachopfer\, das Opferlamm\, wenngleich es nicht üblich ist\, einen Hammelknochen dafür zu verwenden; das Ei soll das Wallfahrtsopfer symbolisieren. Beides muss zum Verzehr geeignet sein\, wird jedoch nicht gegessen\, während die übrigen Speisen\, dem Sederteller liegen\, im Verlauf der Zeremonie genossen werden. Auch sie sind von symbolischer Bedeutung und werden auf die Knechtschaft der Juden in Ägypten bezogen: Das Salzwasser\, in das die Erdfrüchte getaucht werden\, erinnert an die vergossenen Tränen\, das Bitterkraut an die bitteren Leiden\, das braune Fruchtmus an den Lehm\, aus dem die Israeliten Ziegel herstellen mussten; die Mazzot werden als „Brot der Armen“ bezeichnet. \nErinnerung an antike Gastmahle\nDie Ordnung der häuslichen Feier entspricht den Gepflogenheiten des antiken Gastmahls. Auch die symbolisch gedeuteten Speisen sind Bestandteile der antiken Mahlzeit\, so dass Gewohnheiten des Altertums und Symbolik zusammengeflossen sind. Den antiken Bräuchen entspricht auch die Vorschrift\, bei der Mahlzeit nicht zu sitzen\, sondern zu liegen. Diese Sitte wird beim Seder insofern beachtet\, als man angelehnt sitzt und der Hausherr einen besonders bequemen\, mit Kissen ausgepolsterten Sessel benutzt. Getrunken wird am Sederabend Wein\, und zwar sind vier Becher pro Person vorgeschrieben. Zusätzlich zu den Trinkgefäßen für die Teilnehmer der Mahlzeit wird ein weiterer mit Wein gefüllter Becher auf den Tisch gestellt\, der für den Propheten Elia bestimmt ist\, dessen Kommen erwartet wird: Elia gilt als Vorbote des Messias. \nErzählung des Auszugs aus Ägypten\nDer wesentliche Inhalt des Seders ist die Verlesung spezieller Texte\, die sich auf den Auszug aus Ägypten beziehen; sie sind in der Pessach-Haggada (Haggada heißt „Erzählung“) zusammengestellt. Derjenige\, der den Seder „gibt“\, d.h. ihn leitet\, soll die Texte nach Möglichkeit nicht nur vortragen\, sondern sie auch erklären. Die abendfüllende Zeremonie beginnt mit dem Festtags-Kiddusch (Segen über den Wein)\, dann folgt der Segen über die Erdfrüchte\, nach dem dann Petersilie oder Radieschen in Salzwasser getaucht und gegessen werden. Den formalen Anlass für den Vortrag der Texte\, die vom Auszug aus Ägypten erzählen sowie das Fest und dessen Ritual erklären\, bilden vier Fragen\, die das jüngste teilnehmende Kind stellt und die sich auf den Sinn des Zeremoniells richten. Die Verlesung der Haggada wird durch das Abendessen unterbrochen. \nBesonderes Abendessen\nDas Abendessen soll aus mindestens zwei Gängen bestehen. Als erster Gang sind hartgekochte Eier in Salzwasser üblich. Eier werden entweder als Symbol des Lebens gedeutet oder sind auch ein Zeichen der Trauer\, da man sich bei der Festfreude der Zerstörung des Tempels erinnern soll. Auf die Eier folgt meist ein Fleischgericht\, wobei zu beachten ist\, dass kein gebratenes Fleisch an diesen beiden Abenden Verwendung findet. Hammelfleisch\, das bei sefardischen Juden üblich ist\, wird in Nord- und Mitteleuropa bei der Festmahlzeit nicht gegessen. Den Abschluss des Abendessens bildet der symbolische Nachtisch\, der Afikoman\, das vorher beiseite gelegte Stück Mazza. Es hat sich der fröhliche Brauch herausgebildet\, dass der Hausherr zunächst das Stück nicht finden kann\, weil die an der Feier teilnehmenden Kinder es versteckt haben. Damit die Feier fortgesetzt werden kann\, muss das Stück Mazza mit einem kleinen Geschenk ausgelöst werden. \nViel Gesang\nDann nimmt der Seder seinen Fortgang. Der zweite Teil\, der mit dem Tischgebet beginnt\, ist etwas aufgelockert und trägt der Ermüdung der Teilnehmer\, besonders der Kinder\, insofern Rechnung\, als in ihm eine Reihe von Liedern enthalten ist\, deren Refrain von allen gemeinsam gesungen wird. Das bekannteste Lied ist das vom Zicklein\, das in deutscher Übertragung in „Des Knaben Wunderhorn“ gelangt ist. Mit ihm endet der Seder\, dessen Ritual an beiden Abenden im Wesentlichen gleich ist. \nAus: Heinrich Simon: Jüdische Feiertage\, Verlag Hentrich und Hentrich und Centrum Judaicum Berlin\, 2003
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DESCRIPTION:An Pessach wird der Befreiung aus der Sklaverei und des Auszugs aus Ägypten gedacht\nIn den Nissan fällt das erste der drei Wallfahrtsfeste\, das Pessachfest\, das in der Bibel auch als Fest der Mazzot (Singular: Mazza)\, der ungesäuerten Brote\, bezeichnet wird. Der Name Pessach (Überschreitung) stammt von dem in der Bibel gebotenen Opfer eines Lammes\, das vor dem Auszug der Israeliten aus Ägypten geschlachtet und gegessen wurde. Im Bibeltext (2. Buch Moses\, 12\, 27) heißt es\, Gott habe\, als er alle Erstgeborenen in Ägypten erschlug\, die Israeliten verschont\, indem er ihre Häuser überging. Daher wird dieses Fest Überschreitung genannt; auch das geopferte Lamm wird mit diesem Namen bezeichnet. \nLandwirtschaftliche Bedeutung\nWie alle Wallfahrtsfeste hat Pessach eine historische und eine mit der Natur verbundene Bedeutung. Historisch erinnert das Fest an den Auszug der Israeliten aus Ägypten\, und noch heute wird im Gedenken an dieses Ereignis nur Ungesäuertes gegessen\, weil der plötzliche Aufbruch aus Ägypten es nicht gestattete\, den Brotteig vor dem Backen säuern zu lassen. In landwirtschaftlicher Hinsicht ist Pessach mit der Ernte der Wintergerste verbunden. \nViele Speisen sind verboten\nPessach wird acht Tage lang\, vom 15. bis zum 22. Nissan\, begangen (in Israel bis zum 21. Nissan). Zu den Hauptmerkmalen dieses durch seine Vorschriften besonders eindrucksvollen Festes gehört das Verbot\, Gesäuertes (hebr. Chamez) zu genießen\, oder es überhaupt zu besitzen. Unter Gesäuertem werden alle Getreideprodukte verstanden\, die in irgendeinem Stadium\, selbst vor dem Mahlen\, durch die Einwirkung von Fermenten\, vor Feuchtigkeit oder Hitze einen Gärungsprozess durchgemacht haben. \nFrühjahrsputz\nUm die Wohnung von Gesäuertem zu befreien\, findet deshalb vor Pessach ein äußerst gründlicher Hausputz statt. Der Hausherr ist verpflichtet\, am Vorabend des 14. Nissan – bzw. falls das ein Schabbat ist\, bereits einen Tag früher – das gesamte Haus nach noch vorhandenem Gesäuerten zu durchsuchen und seinen Fund dann am Morgen zu verbrennen. Ebenso müssen alle Küchengeräte und Bestecke durch Ausglühen oder Auskochen von gesäuerten Rückständen befreit werden. Für Pessach wird Geschirr verwendet\, das nur für diese Gelegenheit bestimmt ist\, während das sonst gebrauchte separiert wird. \nDer Sederabend markiert den Beginn des Fests\nWährend der synagogale Ritus im wesentlichen dem der anderen Wallfahrtsfeste entspricht\, zeichnet sich dieses Fest dadurch aus\, dass es für die beiden ersten Abende ein häusliches Ritual gibt\, eine festliche Mahlzeit\, die nach einer festen Ordnung verläuft. Nach dem hebräischen Wort für „Ordnung“ wird diese Zeremonie Seder genannt. Zum Seder versammelt sich die ganze Familie; nach Möglichkeit werden auch Gäste eingeladen. \nSymbolische Speisen\nAuf einem Teller befinden sich die für diese Mahlzeit erforderlichen symbolträchtigen Speisen: drei Mazzot\, die jeweils in eine Serviette gehüllt sind oder in einer dreifächerigen Tasche liegen; ferner „Erdfrüchte“\, wofür man Radieschen\, Sellerie oder Petersilie verwendet; ein Gefäß mit Salzwasser; Bitterkraut\, worunter Meerrettich oder Kopfsalat (oder beides) verstanden wird; ein aus geriebenen Äpfeln\, Mandeln\, Zimt und Wein bereitetes bräunliches Mus; ein Knochen mit etwas gebratenem Fleisch daran und ein gekochtes Ei. Der Knochen mit dem Fleisch dient der Erinnerung an das Pessachopfer\, das Opferlamm\, wenngleich es nicht üblich ist\, einen Hammelknochen dafür zu verwenden; das Ei soll das Wallfahrtsopfer symbolisieren. Beides muss zum Verzehr geeignet sein\, wird jedoch nicht gegessen\, während die übrigen Speisen\, dem Sederteller liegen\, im Verlauf der Zeremonie genossen werden. Auch sie sind von symbolischer Bedeutung und werden auf die Knechtschaft der Juden in Ägypten bezogen: Das Salzwasser\, in das die Erdfrüchte getaucht werden\, erinnert an die vergossenen Tränen\, das Bitterkraut an die bitteren Leiden\, das braune Fruchtmus an den Lehm\, aus dem die Israeliten Ziegel herstellen mussten; die Mazzot werden als „Brot der Armen“ bezeichnet. \nErinnerung an antike Gastmahle\nDie Ordnung der häuslichen Feier entspricht den Gepflogenheiten des antiken Gastmahls. Auch die symbolisch gedeuteten Speisen sind Bestandteile der antiken Mahlzeit\, so dass Gewohnheiten des Altertums und Symbolik zusammengeflossen sind. Den antiken Bräuchen entspricht auch die Vorschrift\, bei der Mahlzeit nicht zu sitzen\, sondern zu liegen. Diese Sitte wird beim Seder insofern beachtet\, als man angelehnt sitzt und der Hausherr einen besonders bequemen\, mit Kissen ausgepolsterten Sessel benutzt. Getrunken wird am Sederabend Wein\, und zwar sind vier Becher pro Person vorgeschrieben. Zusätzlich zu den Trinkgefäßen für die Teilnehmer der Mahlzeit wird ein weiterer mit Wein gefüllter Becher auf den Tisch gestellt\, der für den Propheten Elia bestimmt ist\, dessen Kommen erwartet wird: Elia gilt als Vorbote des Messias. \nErzählung des Auszugs aus Ägypten\nDer wesentliche Inhalt des Seders ist die Verlesung spezieller Texte\, die sich auf den Auszug aus Ägypten beziehen; sie sind in der Pessach-Haggada (Haggada heißt „Erzählung“) zusammengestellt. Derjenige\, der den Seder „gibt“\, d.h. ihn leitet\, soll die Texte nach Möglichkeit nicht nur vortragen\, sondern sie auch erklären. Die abendfüllende Zeremonie beginnt mit dem Festtags-Kiddusch (Segen über den Wein)\, dann folgt der Segen über die Erdfrüchte\, nach dem dann Petersilie oder Radieschen in Salzwasser getaucht und gegessen werden. Den formalen Anlass für den Vortrag der Texte\, die vom Auszug aus Ägypten erzählen sowie das Fest und dessen Ritual erklären\, bilden vier Fragen\, die das jüngste teilnehmende Kind stellt und die sich auf den Sinn des Zeremoniells richten. Die Verlesung der Haggada wird durch das Abendessen unterbrochen. \nBesonderes Abendessen\nDas Abendessen soll aus mindestens zwei Gängen bestehen. Als erster Gang sind hartgekochte Eier in Salzwasser üblich. Eier werden entweder als Symbol des Lebens gedeutet oder sind auch ein Zeichen der Trauer\, da man sich bei der Festfreude der Zerstörung des Tempels erinnern soll. Auf die Eier folgt meist ein Fleischgericht\, wobei zu beachten ist\, dass kein gebratenes Fleisch an diesen beiden Abenden Verwendung findet. Hammelfleisch\, das bei sefardischen Juden üblich ist\, wird in Nord- und Mitteleuropa bei der Festmahlzeit nicht gegessen. Den Abschluss des Abendessens bildet der symbolische Nachtisch\, der Afikoman\, das vorher beiseite gelegte Stück Mazza. Es hat sich der fröhliche Brauch herausgebildet\, dass der Hausherr zunächst das Stück nicht finden kann\, weil die an der Feier teilnehmenden Kinder es versteckt haben. Damit die Feier fortgesetzt werden kann\, muss das Stück Mazza mit einem kleinen Geschenk ausgelöst werden. \nViel Gesang\nDann nimmt der Seder seinen Fortgang. Der zweite Teil\, der mit dem Tischgebet beginnt\, ist etwas aufgelockert und trägt der Ermüdung der Teilnehmer\, besonders der Kinder\, insofern Rechnung\, als in ihm eine Reihe von Liedern enthalten ist\, deren Refrain von allen gemeinsam gesungen wird. Das bekannteste Lied ist das vom Zicklein\, das in deutscher Übertragung in „Des Knaben Wunderhorn“ gelangt ist. Mit ihm endet der Seder\, dessen Ritual an beiden Abenden im Wesentlichen gleich ist. \nAus: Heinrich Simon: Jüdische Feiertage\, Verlag Hentrich und Hentrich und Centrum Judaicum Berlin\, 2003
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DESCRIPTION:Liebe Mitglieder der Synagogen-Gemeinde Köln\, \nhiermit laden wir Sie zur Gedenkveranstaltung zu Ehren von Rebetzin Liba Schtroks am Sonntag ein. \nBeginn: 15:00 Uhr\nEinlass: 14:30 Uhr \nWir freuen uns auf Ihr Kommen. \nBitte beachten Sie\, dass die Teilnahme an dieser Veranstaltung ausschließlich für Mitglieder der Synagogen-Gemeinde Köln und deren Familienangehörige möglich ist. \nIhre Synagogen-Gemeinde Köln \n Anmeldung zur Veranstaltung
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SUMMARY:1. Tag Rosch Chodesch Ijar
DESCRIPTION:Rosch Chodesch bedeutet »Haupt des Monats« und ist der Neumondstag am Beginn des Monats. Die Monate des jüdischen Kalenders haben einen oder zwei Neumondstage\, je nachdem\, wann die Mondsichel das erste Mal sichtbar wird.
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SUMMARY:Kinderschabbat der Religionsschule
DESCRIPTION:Liebe Eltern\, liebe Kinder\, \nam 17. April um 14:30 Uhr möchten wir gerne mit Euch nach der Kita und Schule im Altan noch ein wenig zusammen bleiben und uns auf Schabbat einstimmen. Wir möchten gerne mit euch Schabbatgegenstände gestalten\, singen\, Schabbatbücher vorlesen\, Kiddusch machen und gemeinsam essen. Um die Veranstaltung besser zu planen bitten wir um eine Anmeldung mit Anzahl von Personen und Alter der Kinder bis zum 14. April an
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DESCRIPTION:Rosch Chodesch bedeutet »Haupt des Monats« und ist der Neumondstag am Beginn des Monats. Die Monate des jüdischen Kalenders haben einen oder zwei Neumondstage\, je nachdem\, wann die Mondsichel das erste Mal sichtbar wird.
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SUMMARY:Gedenkstunde "Aufstand Warschauer Ghetto 1944"
DESCRIPTION:Liebe Mitglieder und liebe Freunde der Synagogen-Gemeinde Köln\, \nwir laden Sie hiermit zur Gedenkstunde „Aufstand Warschauer Ghetto 1944“ auf dem Jüdischen Friedhof Bocklemünd\, Venloer Str. 1152\, 50829 Köln ein. \nBeginn: 11.00 Uhr \nWir freuen uns auf Ihr Kommen. \nIhre Synagogen-Gemeinde Köln \n Anmeldung zur Veranstaltung
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SUMMARY:Polnische Bürgermeister und der Holocaust
DESCRIPTION:Sehr geehrte Damen und Herren\, \nwir laden Sie herzlich zum Vortrag mit Vortrag mit PD Dr. Grzegorz Rossoliński-Liebe „Polnische Bürgermeister und der Holocaust. Besatzung\, Verwaltung und Kollaboration“ ein. \n—– \nNachdem die NSDAP in Deutschland ein autoritäres und genozidales Regime etabliert hatte\, besetzte das Deutsche Reich etli-che andere Länder und verfolgte und ermordete Juden\, Sinti und Roma und andere Gruppen von „un-erwünschten“ Menschen. […] Sie haben aber allerdings keineswegs allein gehandelt. In der Shoa wur-den sie von Polizisten\, Bürgermeistern\, Stadtverwaltungen\, Vögten und Dorfschulzen\, Feuerwehr-männern\, faschistischen Gruppierungen und gewöhnlichen Christen aus unterschiedlichen Gründen fast überall in Europa unterstützt. In den meisten Ländern arbeitete ein deutscher Polizist oder Beam-ter bei der Umsetzung der Shoa mit zumindest zehn einheimischen Kollegen zusammen.“ \nDas Buch wurde in Polen vehement kritisiert: Offizielle polnische Stellen verlangten vom Verlag De Gruyter\, dass es nicht veröffentlicht werde. Andere schrieben\, dass damit versucht werde\, „die Schuld für den Holocaust auf Polen zu verschieben.“ Die Angriffe wurden auch „nach Deutschland übertra-gen“. So soll die terminierte Buchpräsentation auf polnische Intervention in der Topographie des Ter-rors verschoben worden sein. \nDr. Rossolinski-Liebe ist „Alfred Landecker Lecturer“ und Privatdozent an der Freien Universität Berlin. In der Rezension von Prof. Jan Grabowski heißt es: „Das Buch von Rossolinski-Liebe ist eine innovative und instruktive Lektüre\, die wenig bekannte Aspekte des Holocaust offenlegt.“ \nSynagogen-Gemeinde Köln \nJUDAICA\, Roonstraße 50\, 50764 Köln \nEinlass: 14:30 Uhr\nBeginn: 15:00 Uhr\nEintritt: 5\,00 Euro / Gemeindemitglieder frei \nWir danken vorab für Ihr Kommen. \nIhr Verein EL-DE Haus e.V. und die Synagogen-Gemeinde Köln \n Anmeldung zur Veranstaltung
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SUMMARY:Jom haSikaron laShoa we laGwura
DESCRIPTION:Liebe Gemeindemitglieder\, \nhiermit laden wir Sie herzlich zum Gedenktag Jom haSikaron ein. \nWir gedenken der gefallenen Soldaten und der Opfer des Terrors. \n📅 am Montag\, 20. April 2026\n📍 in der Synagoge\, Roonstraße \n🕐 Einlass: 19.00 Uhr\n🕐 Beginn: 19.30 Uhr \nUm Anmeldung wird gebeten unter https://event.sgk.de \nWir freuen uns\, wenn Sie diesen Gedenktag mit uns begehen.\nIhre Synagogen-Gemeinde Köln🕯️🕍✡️🇮🇱
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DESCRIPTION:An Jom Ha’azma’ut (wörtl. „Unabhängigkeitstag“; 5. Ijar) feiert man den Unabhängigkeitstag des Staates Israel im Jahre 1948. Am Vortag\, am Jom Hasikaron (wörtl. „Erinnerungstag“; 4. Ijar) erinnert man an die gefallenen israelischen Soldaten im israelischen Unabhängigkeitskrieg von 1948 und die Opfer des Terrorismus. Dieser Tag ist dem Andenken an jene gewidmet\, die ihr Leben für die Unabhängigkeit des Staates Israel und sein weiteres Bestehen gelassen haben. Es werden Gedenkfeiern auf Soldatenfriedhöfen veranstaltet und Schweigeminuten zum Gedenken an die Gefallenen der Israelischen Armee durchgeführt.
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DESCRIPTION:ISRAEL-TAG 2026\nSchirmherrschaft: Herr Torsten Burmester\, Oberbürgermeister der Stadt Köln \n* mit Special Guest Karoline Preisler * \nEINTRITT FREI \nEs erwartet Sie: \n\nInformationsstände mit zu Israel und jüdischem Leben in Köln\nBühnenprogramm\nKoschere Spezialitäten\nPetra Hemming führt durch das Programm\n\nMitwirkende Organisationen:\n\nBündnis gegen Antisemitismus Koblenz\nBündnis gegen Antisemitismus Köln\ncityofhope cologne e.V.\nDeutsch-Israelische Gesellschaft AG Köln\nDie Demokratiemittler\nEscht Kabarett\nGaney-Tikva-Verein e.V. Bergisch Gladbach\nLern- und Gedenkort Jawne\nJüdischer Studierendenverband NRW\nJewlif – Jüdisches Leben in Europa (Projekt “Jüdisch unterwegs”)\nJunges Forum der Deutsch-Israelischen Gesellschaft\nKlare Kante e.V. Cologne\nKölnische Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit e.V.\nKölsche Kippa Köpp e.V. vun 2017\nMitzva e.V.\nTuS Makkabi Köln e.V.\nNS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln\nRUN FOR THEIR LIVES\nSolidaritätspartnerschaft Bergisch Gladbach – Nir Oz e.V.\nStädtepartnerschaft Köln – Tel Aviv-Yafo\nWIZO Gruppe / AVIV e.V.\n\nu.v.m. \nMit freundlicher Unterstützung des Zentralrats der Juden und der Stadt Köln\n\n Es wird darauf hingewiesen\, dass im Rahmen dieser Veranstaltung Foto-/Ton- und Filmaufnahmen gemacht werden. Diese Aufnahmen sind mit der bildlichen Darstellung von anwesenden Personen verbunden. Eine Darstellung der Bilder kann im Fernsehen\, auf der Internetseite und in sozialen Netzwerken\, Printmedien und/oder sonstigen Fotogalerien (in Form von grundsätzlich zeitlich und räumlich unbegrenzten und unentgeltlichen Veröffentlichungen) erfolgen. Bitte melden Sie sich bei Einwänden am Veranstaltungstag am Infopoint..
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