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SUMMARY:Tag des Sieges über den Nationalsozialismus
DESCRIPTION:Liebe Mitglieder der Synagogen-Gemeinde Köln\, \nwir laden Sie hiermit zur Veranstaltung zum Tag des Sieges über den Nationalsozialismus am Sonntag\, 10. Mai 2026 ab 15.30 Uhr mit Konzert und festlichem Mittagessen in die Roonstraße ein. \nBeginn: 15.30 Uhr\nEinlass: 15.00 Uhr \nAnmeldung ist bis zum 8. Mai möglich. \nWir freuen uns über Ihr Kommen. \nHinweis: Die Veranstaltung findet auf russisch statt. 🪆🇷🇺 \nBitte beachten Sie\, dass die Teilnahme an dieser Veranstaltung ausschließlich für Mitglieder der Synagogen-Gemeinde Köln und deren Familienangehörige möglich ist. \n\n🇷🇺 Дорогие члены общины\, \nСердечно приглашаем вас на праздник\, посвящённый \nДню Победы над фашизмом \nВоскресенье\, 10 мая 2026 года 14:00 \nВ программе: \n— концерт\n— праздничный обед \nВход свободный \nРегистрация обязательна \nIhre Synagogen-Gemeinde Köln \n Anmeldung zur Veranstaltung
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SUMMARY:Lag baOmer
DESCRIPTION:Lag baOmer\nist ein jüdisches Fest\, ein Halbfeiertag\, der am 33. Tag des Omer-Zählens zwischen Pessach und Schawuot begangen wird und jeweils auf den 18. Ijjar fällt. Lag (hebräisch ל״ג) steht hier für 33\, zusammengesetzt aus Lamed (30) und Gimel (3). \nUrsprung\nDer Ursprung des Festes geht auf den Bar-Kochba-Aufstand gegen die Römer 132–135 n. Chr. zurück. Zusätzlich dient das Fest zur Erinnerung an Rabbi Schimon bar Jochai (Kurzname: Raschbi)\, der nach der Überlieferung an diesem Tag verstorben ist (daher die Bezeichnung Hillula de Raschbi). In Meron in Galiläa\, unweit von Zefat\, werden seine Grabstätte und diejenige seines Sohnes Elasar ben Schimon jeweils von Zehntausenden an Lag baOmer besucht. \nBedeutung\nLag baOmer ist ein fröhliches Fest. Die verschiedenen einschränkenden Gebote der Trauerzeit\, die für die 49 Omer-Tage zwischen Pessach und Schawuot gelten\, sind an diesem Tage aufgehoben. Kinder und Erwachsene veranstalten Picknicks und versammeln sich um Lagerfeuer. Vor allem aber können an diesem Tag Hochzeiten durchgeführt werden – ein Angebot\, von dem reichlich Gebrauch gemacht wird. Man darf sich wieder rasieren und sich auch die Haare schneiden lassen. An Lag baOmer wird deshalb auch die Zeremonie der Chalaka durchgeführt. \nIn Bezug auf Rabbi Akiba wird des Aufstands von Bar Kochba\, „Sohn des Sterns“ gedacht\, der versuchte\, das römische Joch unter Kaiser Hadrian abzuschütteln (132–135). Zentrum des Kampfes war die Festung Betar. Nach der Überlieferung hörte an diesem Tag die Epidemie auf\, die so viele Schüler Rabbi Akibas dahinraffte. Rabbi Akiba ben Josef unterstützte den Aufstand und starb als Märtyrer. \nRabbi Schimon ben Jochai beteiligte sich an dem Kampf gegen die Römer. Er ist in Meron (bei Safed) begraben\, bis heute ein Ort der Wallfahrt an Lag ba-Omer\, denn der 33. Omer-Tag ist auch der Todestag von Rabbi Simeon bar Jochai (Raschbi)\, eines berühmten Tannaiten der vierten Generation. Der Überlieferung zufolge stieg er an seinem Todestag direkt in den Himmel auf\, und deshalb wird das Fest zu seinen Ehren als „Hillula de Raschbi“\, als Freudenfest des Zaddik (des Gerechten) bezeichnet. Massenfreudenfeste mit Liedern\, Tanz und Gebeten.[1] \nDer 33. Omer-Tag ist auch die Nacht der vielen Fackeln. Die größte wird über dem Grab des Raschbi in Meron in Obergaliläa angezündet. Der wichtigste Grund\, warum diese Fackeln angezündet werden\, ist die Tatsache\, dass der Raschbi als der Hauptverfasser des Buches der Kabbala gilt\, des sogenannten Sohar. \nDie Kinder „bewaffnen“ sich: Es ist auch üblich\, dass die Kinder an diesem Tag\, mit Pfeil und Bogen bewaffnet\, auf die Felder und in die Wälder ziehen. Dieser Brauch erinnert an die Kämpfer im Bar-Kochba-Aufstand\, aber auch an den Regenbogen als Zeichen des Bundes\, „den der Herr mit dem Volk Israel schloss“\, um ihm zu zeigen\, dass er die Welt wie zur Zeit Noahs nicht noch einmal mit einer Sintflut bestrafen würde. \nAus: Wikipedia\, 2022
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SUMMARY:DIG Vortrag mit Dr. Angelika Günzel
DESCRIPTION:Sehr geehrte Damen und Herren\, \nwir laden Sie herzlich angesichts der israelischen Operation Roaring Lion gegen den Iran herzlich zu einem aktuellen Vortrag am 3. Mai 2026 ab 11.00 Uhr in die Judaica der Synagogen-Gemeinde Köln ein. \nDr. Angelika Günzel: Das Recht Israels auf effektive Selbstverteidigung. Waren die Operationen Rising Lion und Roaring Lion wirklich völkerrechtswidrig? \nBereits am ersten Tag der israelischen Operation Rising Lion und erst Recht von Roaring Lion schien sich die Mehrheit der deutschen Völkerrechtler einig zu sein: Es lag ein von der gesamten Vorgeschichte isoliert zu betrachtender\, eindeutiger Fall völkerrechtswidriger präventiver Selbstverteidigung vor. Doch das Bild ist wesentlich komplexer. Ausgehend von einer eingehenderen Analyse der militärischen und sicherheitspolitischen Lage\, die den Operationen vorausgingen\, wird der Vortrag insbesondere mit Blick auf den fortdauernden Konflikt zwischen Israel\, dem Iran und seinen Stellvertretern der Frage nachgehen\, ob sich die Einsätze gegen den Iran nicht durch das Selbstverteidigungsrechts Israels völkerrechtlich rechtfertigen lassen. \nDr. iur. Angelika Günzel ist seit 2021 im Geschäftsbereich des Bundesministeriums der Verteidigung tätig. Zur Zeit ist sie als Gastwissenschaftlerin an der Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg tätig\, wo sie zum Recht der NATO und der Europäischen Union forscht. Nach dem Studium der Rechtswissenschaft an der Universität Trier und der Promotion über den rechtlichen Status der Religionsgemeinschaften in Israel\, war sie u.a. foreign law clerk am Obersten Gerichtshof in Israel und Vorstandsreferentin der Alexander-von-Humboldt-Stiftung. Von 2014 bis 2021 hatte sie eine Professur für Verfassungs- und Europarecht an der Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung in Brühl inne\, in deren Rahmen sie von 2018 bis 2020 als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Bundesverfassungsgericht tätig war. In den Jahren 2021 bis 2023 hat sie das neubegründete Militärrabbinat in der Bundeswehr als Leiterin aufgebaut. \nEinlass: 10.30 Uhr\nBeginn: 11.00 Uhr \nEintritt frei. \nWir bitten um Anmeldung bis zum 30. April 2026.\nWir danken vorab für Ihr Kommen. \nIhre DIG und die Synagogen-Gemeinde Köln \n Anmeldung zur Veranstaltung
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SUMMARY:Israel-Tag 2026
DESCRIPTION:ISRAEL-TAG 2026\nSchirmherrschaft: Herr Torsten Burmester\, Oberbürgermeister der Stadt Köln \n* mit Special Guest Karoline Preisler * \nEINTRITT FREI \nEs erwartet Sie: \n\nInformationsstände mit zu Israel und jüdischem Leben in Köln\nBühnenprogramm\nKoschere Spezialitäten\nPetra Hemming führt durch das Programm\n\nMitwirkende Organisationen:\n\nBündnis gegen Antisemitismus Koblenz\nBündnis gegen Antisemitismus Köln\ncityofhope cologne e.V.\nDeutsch-Israelische Gesellschaft AG Köln\nDie Demokratiemittler\nEscht Kabarett\nGaney-Tikva-Verein e.V. Bergisch Gladbach\nLern- und Gedenkort Jawne\nJüdischer Studierendenverband NRW\nJewlif – Jüdisches Leben in Europa (Projekt “Jüdisch unterwegs”)\nJunges Forum der Deutsch-Israelischen Gesellschaft\nKlare Kante e.V. Cologne\nKölnische Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit e.V.\nKölsche Kippa Köpp e.V. vun 2017\nMitzva e.V.\nTuS Makkabi Köln e.V.\nNS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln\nRUN FOR THEIR LIVES\nSolidaritätspartnerschaft Bergisch Gladbach – Nir Oz e.V.\nStädtepartnerschaft Köln – Tel Aviv-Yafo\nWIZO Gruppe / AVIV e.V.\n\nu.v.m. \nMit freundlicher Unterstützung des Zentralrats der Juden und der Stadt Köln\n\n Es wird darauf hingewiesen\, dass im Rahmen dieser Veranstaltung Foto-/Ton- und Filmaufnahmen gemacht werden. Diese Aufnahmen sind mit der bildlichen Darstellung von anwesenden Personen verbunden. Eine Darstellung der Bilder kann im Fernsehen\, auf der Internetseite und in sozialen Netzwerken\, Printmedien und/oder sonstigen Fotogalerien (in Form von grundsätzlich zeitlich und räumlich unbegrenzten und unentgeltlichen Veröffentlichungen) erfolgen. Bitte melden Sie sich bei Einwänden am Veranstaltungstag am Infopoint..
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SUMMARY:Jom Ha´atzmaut
DESCRIPTION:An Jom Ha’azma’ut (wörtl. „Unabhängigkeitstag“; 5. Ijar) feiert man den Unabhängigkeitstag des Staates Israel im Jahre 1948. Am Vortag\, am Jom Hasikaron (wörtl. „Erinnerungstag“; 4. Ijar) erinnert man an die gefallenen israelischen Soldaten im israelischen Unabhängigkeitskrieg von 1948 und die Opfer des Terrorismus. Dieser Tag ist dem Andenken an jene gewidmet\, die ihr Leben für die Unabhängigkeit des Staates Israel und sein weiteres Bestehen gelassen haben. Es werden Gedenkfeiern auf Soldatenfriedhöfen veranstaltet und Schweigeminuten zum Gedenken an die Gefallenen der Israelischen Armee durchgeführt.
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SUMMARY:Jom haSikaron laShoa we laGwura
DESCRIPTION:Liebe Gemeindemitglieder\, \nhiermit laden wir Sie herzlich zum Gedenktag Jom haSikaron ein. \nWir gedenken der gefallenen Soldaten und der Opfer des Terrors. \n📅 am Montag\, 20. April 2026\n📍 in der Synagoge\, Roonstraße \n🕐 Einlass: 19.00 Uhr\n🕐 Beginn: 19.30 Uhr \nUm Anmeldung wird gebeten unter https://event.sgk.de \nWir freuen uns\, wenn Sie diesen Gedenktag mit uns begehen.\nIhre Synagogen-Gemeinde Köln🕯️🕍✡️🇮🇱
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SUMMARY:Polnische Bürgermeister und der Holocaust
DESCRIPTION:Liebe Gemeindemitglieder\,\nliebe Vereinsmitglieder\,\nliebe Freunde\, \nam Sonntag\, den 19.04.2026 fand in unserem Haus der Vortrag mit PD Dr. Grzegorz Rossoliński-Liebe statt. Wer nicht live dabei war\, kann sich hier die Video-Aufzeichnung der Veranstaltung ansehen: \n \nNachdem die NSDAP in Deutschland ein autoritäres und genozidales Regime etabliert hatte\, besetzte das Deutsche Reich etli-che andere Länder und verfolgte und ermordete Juden\, Sinti und Roma und andere Gruppen von „un-erwünschten“ Menschen. […] Sie haben aber allerdings keineswegs allein gehandelt. In der Shoa wur-den sie von Polizisten\, Bürgermeistern\, Stadtverwaltungen\, Vögten und Dorfschulzen\, Feuerwehr-männern\, faschistischen Gruppierungen und gewöhnlichen Christen aus unterschiedlichen Gründen fast überall in Europa unterstützt. In den meisten Ländern arbeitete ein deutscher Polizist oder Beam-ter bei der Umsetzung der Shoa mit zumindest zehn einheimischen Kollegen zusammen.“ \nDas Buch wurde in Polen vehement kritisiert: Offizielle polnische Stellen verlangten vom Verlag De Gruyter\, dass es nicht veröffentlicht werde. Andere schrieben\, dass damit versucht werde\, „die Schuld für den Holocaust auf Polen zu verschieben.“ Die Angriffe wurden auch „nach Deutschland übertra-gen“. So soll die terminierte Buchpräsentation auf polnische Intervention in der Topographie des Ter-rors verschoben worden sein. \nDr. Rossolinski-Liebe ist „Alfred Landecker Lecturer“ und Privatdozent an der Freien Universität Berlin. In der Rezension von Prof. Jan Grabowski heißt es: „Das Buch von Rossolinski-Liebe ist eine innovative und instruktive Lektüre\, die wenig bekannte Aspekte des Holocaust offenlegt.“ \nmit freundlichen Grüßen \nIhr Verein EL-DE Haus e.V. und die Synagogen-Gemeinde Köln
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SUMMARY:Gedenkstunde "Aufstand Warschauer Ghetto 1944"
DESCRIPTION:Liebe Mitglieder und liebe Freunde der Synagogen-Gemeinde Köln\, \nwir laden Sie hiermit zur Gedenkstunde „Aufstand Warschauer Ghetto 1944“ auf dem Jüdischen Friedhof Bocklemünd\, Venloer Str. 1152\, 50829 Köln ein. \nBeginn: 11.00 Uhr \nWir freuen uns auf Ihr Kommen. \nIhre Synagogen-Gemeinde Köln \n Anmeldung zur Veranstaltung
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SUMMARY:2. Tag Rosch Chodesch Ijar
DESCRIPTION:Rosch Chodesch bedeutet »Haupt des Monats« und ist der Neumondstag am Beginn des Monats. Die Monate des jüdischen Kalenders haben einen oder zwei Neumondstage\, je nachdem\, wann die Mondsichel das erste Mal sichtbar wird.
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SUMMARY:Kinderschabbat der Religionsschule
DESCRIPTION:Liebe Eltern\, liebe Kinder\, \nam 17. April um 14:30 Uhr möchten wir gerne mit Euch nach der Kita und Schule im Altan noch ein wenig zusammen bleiben und uns auf Schabbat einstimmen. Wir möchten gerne mit euch Schabbatgegenstände gestalten\, singen\, Schabbatbücher vorlesen\, Kiddusch machen und gemeinsam essen. Um die Veranstaltung besser zu planen bitten wir um eine Anmeldung mit Anzahl von Personen und Alter der Kinder bis zum 14. April an kuku@sgk.de</strong>. \nFür alle Fragen und Anregungen freuen wir uns auf Eure Rückmeldung! \nHerzliche Grüße\,\nHana Fischer \nKultur le Kulam\nDie Kulturakademie der SGK
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DESCRIPTION:Rosch Chodesch bedeutet »Haupt des Monats« und ist der Neumondstag am Beginn des Monats. Die Monate des jüdischen Kalenders haben einen oder zwei Neumondstage\, je nachdem\, wann die Mondsichel das erste Mal sichtbar wird.
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SUMMARY:Gedenkveranstaltung
DESCRIPTION:Liebe Mitglieder der Synagogen-Gemeinde Köln\, \nhiermit laden wir Sie zur Gedenkveranstaltung zu Ehren von Rebetzin Liba Schtroks am Sonntag ein. \nBeginn: 15:00 Uhr\nEinlass: 14:30 Uhr \nWir freuen uns auf Ihr Kommen. \nBitte beachten Sie\, dass die Teilnahme an dieser Veranstaltung ausschließlich für Mitglieder der Synagogen-Gemeinde Köln und deren Familienangehörige möglich ist. \nIhre Synagogen-Gemeinde Köln \n Anmeldung zur Veranstaltung
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SUMMARY:8. Tag Pessach
DESCRIPTION:An Pessach wird der Befreiung aus der Sklaverei und des Auszugs aus Ägypten gedacht\nIn den Nissan fällt das erste der drei Wallfahrtsfeste\, das Pessachfest\, das in der Bibel auch als Fest der Mazzot (Singular: Mazza)\, der ungesäuerten Brote\, bezeichnet wird. Der Name Pessach (Überschreitung) stammt von dem in der Bibel gebotenen Opfer eines Lammes\, das vor dem Auszug der Israeliten aus Ägypten geschlachtet und gegessen wurde. Im Bibeltext (2. Buch Moses\, 12\, 27) heißt es\, Gott habe\, als er alle Erstgeborenen in Ägypten erschlug\, die Israeliten verschont\, indem er ihre Häuser überging. Daher wird dieses Fest Überschreitung genannt; auch das geopferte Lamm wird mit diesem Namen bezeichnet. \nLandwirtschaftliche Bedeutung\nWie alle Wallfahrtsfeste hat Pessach eine historische und eine mit der Natur verbundene Bedeutung. Historisch erinnert das Fest an den Auszug der Israeliten aus Ägypten\, und noch heute wird im Gedenken an dieses Ereignis nur Ungesäuertes gegessen\, weil der plötzliche Aufbruch aus Ägypten es nicht gestattete\, den Brotteig vor dem Backen säuern zu lassen. In landwirtschaftlicher Hinsicht ist Pessach mit der Ernte der Wintergerste verbunden. \nViele Speisen sind verboten\nPessach wird acht Tage lang\, vom 15. bis zum 22. Nissan\, begangen (in Israel bis zum 21. Nissan). Zu den Hauptmerkmalen dieses durch seine Vorschriften besonders eindrucksvollen Festes gehört das Verbot\, Gesäuertes (hebr. Chamez) zu genießen\, oder es überhaupt zu besitzen. Unter Gesäuertem werden alle Getreideprodukte verstanden\, die in irgendeinem Stadium\, selbst vor dem Mahlen\, durch die Einwirkung von Fermenten\, vor Feuchtigkeit oder Hitze einen Gärungsprozess durchgemacht haben. \nFrühjahrsputz\nUm die Wohnung von Gesäuertem zu befreien\, findet deshalb vor Pessach ein äußerst gründlicher Hausputz statt. Der Hausherr ist verpflichtet\, am Vorabend des 14. Nissan – bzw. falls das ein Schabbat ist\, bereits einen Tag früher – das gesamte Haus nach noch vorhandenem Gesäuerten zu durchsuchen und seinen Fund dann am Morgen zu verbrennen. Ebenso müssen alle Küchengeräte und Bestecke durch Ausglühen oder Auskochen von gesäuerten Rückständen befreit werden. Für Pessach wird Geschirr verwendet\, das nur für diese Gelegenheit bestimmt ist\, während das sonst gebrauchte separiert wird. \nDer Sederabend markiert den Beginn des Fests\nWährend der synagogale Ritus im wesentlichen dem der anderen Wallfahrtsfeste entspricht\, zeichnet sich dieses Fest dadurch aus\, dass es für die beiden ersten Abende ein häusliches Ritual gibt\, eine festliche Mahlzeit\, die nach einer festen Ordnung verläuft. Nach dem hebräischen Wort für „Ordnung“ wird diese Zeremonie Seder genannt. Zum Seder versammelt sich die ganze Familie; nach Möglichkeit werden auch Gäste eingeladen. \nSymbolische Speisen\nAuf einem Teller befinden sich die für diese Mahlzeit erforderlichen symbolträchtigen Speisen: drei Mazzot\, die jeweils in eine Serviette gehüllt sind oder in einer dreifächerigen Tasche liegen; ferner „Erdfrüchte“\, wofür man Radieschen\, Sellerie oder Petersilie verwendet; ein Gefäß mit Salzwasser; Bitterkraut\, worunter Meerrettich oder Kopfsalat (oder beides) verstanden wird; ein aus geriebenen Äpfeln\, Mandeln\, Zimt und Wein bereitetes bräunliches Mus; ein Knochen mit etwas gebratenem Fleisch daran und ein gekochtes Ei. Der Knochen mit dem Fleisch dient der Erinnerung an das Pessachopfer\, das Opferlamm\, wenngleich es nicht üblich ist\, einen Hammelknochen dafür zu verwenden; das Ei soll das Wallfahrtsopfer symbolisieren. Beides muss zum Verzehr geeignet sein\, wird jedoch nicht gegessen\, während die übrigen Speisen\, dem Sederteller liegen\, im Verlauf der Zeremonie genossen werden. Auch sie sind von symbolischer Bedeutung und werden auf die Knechtschaft der Juden in Ägypten bezogen: Das Salzwasser\, in das die Erdfrüchte getaucht werden\, erinnert an die vergossenen Tränen\, das Bitterkraut an die bitteren Leiden\, das braune Fruchtmus an den Lehm\, aus dem die Israeliten Ziegel herstellen mussten; die Mazzot werden als „Brot der Armen“ bezeichnet. \nErinnerung an antike Gastmahle\nDie Ordnung der häuslichen Feier entspricht den Gepflogenheiten des antiken Gastmahls. Auch die symbolisch gedeuteten Speisen sind Bestandteile der antiken Mahlzeit\, so dass Gewohnheiten des Altertums und Symbolik zusammengeflossen sind. Den antiken Bräuchen entspricht auch die Vorschrift\, bei der Mahlzeit nicht zu sitzen\, sondern zu liegen. Diese Sitte wird beim Seder insofern beachtet\, als man angelehnt sitzt und der Hausherr einen besonders bequemen\, mit Kissen ausgepolsterten Sessel benutzt. Getrunken wird am Sederabend Wein\, und zwar sind vier Becher pro Person vorgeschrieben. Zusätzlich zu den Trinkgefäßen für die Teilnehmer der Mahlzeit wird ein weiterer mit Wein gefüllter Becher auf den Tisch gestellt\, der für den Propheten Elia bestimmt ist\, dessen Kommen erwartet wird: Elia gilt als Vorbote des Messias. \nErzählung des Auszugs aus Ägypten\nDer wesentliche Inhalt des Seders ist die Verlesung spezieller Texte\, die sich auf den Auszug aus Ägypten beziehen; sie sind in der Pessach-Haggada (Haggada heißt „Erzählung“) zusammengestellt. Derjenige\, der den Seder „gibt“\, d.h. ihn leitet\, soll die Texte nach Möglichkeit nicht nur vortragen\, sondern sie auch erklären. Die abendfüllende Zeremonie beginnt mit dem Festtags-Kiddusch (Segen über den Wein)\, dann folgt der Segen über die Erdfrüchte\, nach dem dann Petersilie oder Radieschen in Salzwasser getaucht und gegessen werden. Den formalen Anlass für den Vortrag der Texte\, die vom Auszug aus Ägypten erzählen sowie das Fest und dessen Ritual erklären\, bilden vier Fragen\, die das jüngste teilnehmende Kind stellt und die sich auf den Sinn des Zeremoniells richten. Die Verlesung der Haggada wird durch das Abendessen unterbrochen. \nBesonderes Abendessen\nDas Abendessen soll aus mindestens zwei Gängen bestehen. Als erster Gang sind hartgekochte Eier in Salzwasser üblich. Eier werden entweder als Symbol des Lebens gedeutet oder sind auch ein Zeichen der Trauer\, da man sich bei der Festfreude der Zerstörung des Tempels erinnern soll. Auf die Eier folgt meist ein Fleischgericht\, wobei zu beachten ist\, dass kein gebratenes Fleisch an diesen beiden Abenden Verwendung findet. Hammelfleisch\, das bei sefardischen Juden üblich ist\, wird in Nord- und Mitteleuropa bei der Festmahlzeit nicht gegessen. Den Abschluss des Abendessens bildet der symbolische Nachtisch\, der Afikoman\, das vorher beiseite gelegte Stück Mazza. Es hat sich der fröhliche Brauch herausgebildet\, dass der Hausherr zunächst das Stück nicht finden kann\, weil die an der Feier teilnehmenden Kinder es versteckt haben. Damit die Feier fortgesetzt werden kann\, muss das Stück Mazza mit einem kleinen Geschenk ausgelöst werden. \nViel Gesang\nDann nimmt der Seder seinen Fortgang. Der zweite Teil\, der mit dem Tischgebet beginnt\, ist etwas aufgelockert und trägt der Ermüdung der Teilnehmer\, besonders der Kinder\, insofern Rechnung\, als in ihm eine Reihe von Liedern enthalten ist\, deren Refrain von allen gemeinsam gesungen wird. Das bekannteste Lied ist das vom Zicklein\, das in deutscher Übertragung in „Des Knaben Wunderhorn“ gelangt ist. Mit ihm endet der Seder\, dessen Ritual an beiden Abenden im Wesentlichen gleich ist. \nAus: Heinrich Simon: Jüdische Feiertage\, Verlag Hentrich und Hentrich und Centrum Judaicum Berlin\, 2003
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DESCRIPTION:An Pessach wird der Befreiung aus der Sklaverei und des Auszugs aus Ägypten gedacht\nIn den Nissan fällt das erste der drei Wallfahrtsfeste\, das Pessachfest\, das in der Bibel auch als Fest der Mazzot (Singular: Mazza)\, der ungesäuerten Brote\, bezeichnet wird. Der Name Pessach (Überschreitung) stammt von dem in der Bibel gebotenen Opfer eines Lammes\, das vor dem Auszug der Israeliten aus Ägypten geschlachtet und gegessen wurde. Im Bibeltext (2. Buch Moses\, 12\, 27) heißt es\, Gott habe\, als er alle Erstgeborenen in Ägypten erschlug\, die Israeliten verschont\, indem er ihre Häuser überging. Daher wird dieses Fest Überschreitung genannt; auch das geopferte Lamm wird mit diesem Namen bezeichnet. \nLandwirtschaftliche Bedeutung\nWie alle Wallfahrtsfeste hat Pessach eine historische und eine mit der Natur verbundene Bedeutung. Historisch erinnert das Fest an den Auszug der Israeliten aus Ägypten\, und noch heute wird im Gedenken an dieses Ereignis nur Ungesäuertes gegessen\, weil der plötzliche Aufbruch aus Ägypten es nicht gestattete\, den Brotteig vor dem Backen säuern zu lassen. In landwirtschaftlicher Hinsicht ist Pessach mit der Ernte der Wintergerste verbunden. \nViele Speisen sind verboten\nPessach wird acht Tage lang\, vom 15. bis zum 22. Nissan\, begangen (in Israel bis zum 21. Nissan). Zu den Hauptmerkmalen dieses durch seine Vorschriften besonders eindrucksvollen Festes gehört das Verbot\, Gesäuertes (hebr. Chamez) zu genießen\, oder es überhaupt zu besitzen. Unter Gesäuertem werden alle Getreideprodukte verstanden\, die in irgendeinem Stadium\, selbst vor dem Mahlen\, durch die Einwirkung von Fermenten\, vor Feuchtigkeit oder Hitze einen Gärungsprozess durchgemacht haben. \nFrühjahrsputz\nUm die Wohnung von Gesäuertem zu befreien\, findet deshalb vor Pessach ein äußerst gründlicher Hausputz statt. Der Hausherr ist verpflichtet\, am Vorabend des 14. Nissan – bzw. falls das ein Schabbat ist\, bereits einen Tag früher – das gesamte Haus nach noch vorhandenem Gesäuerten zu durchsuchen und seinen Fund dann am Morgen zu verbrennen. Ebenso müssen alle Küchengeräte und Bestecke durch Ausglühen oder Auskochen von gesäuerten Rückständen befreit werden. Für Pessach wird Geschirr verwendet\, das nur für diese Gelegenheit bestimmt ist\, während das sonst gebrauchte separiert wird. \nDer Sederabend markiert den Beginn des Fests\nWährend der synagogale Ritus im wesentlichen dem der anderen Wallfahrtsfeste entspricht\, zeichnet sich dieses Fest dadurch aus\, dass es für die beiden ersten Abende ein häusliches Ritual gibt\, eine festliche Mahlzeit\, die nach einer festen Ordnung verläuft. Nach dem hebräischen Wort für „Ordnung“ wird diese Zeremonie Seder genannt. Zum Seder versammelt sich die ganze Familie; nach Möglichkeit werden auch Gäste eingeladen. \nSymbolische Speisen\nAuf einem Teller befinden sich die für diese Mahlzeit erforderlichen symbolträchtigen Speisen: drei Mazzot\, die jeweils in eine Serviette gehüllt sind oder in einer dreifächerigen Tasche liegen; ferner „Erdfrüchte“\, wofür man Radieschen\, Sellerie oder Petersilie verwendet; ein Gefäß mit Salzwasser; Bitterkraut\, worunter Meerrettich oder Kopfsalat (oder beides) verstanden wird; ein aus geriebenen Äpfeln\, Mandeln\, Zimt und Wein bereitetes bräunliches Mus; ein Knochen mit etwas gebratenem Fleisch daran und ein gekochtes Ei. Der Knochen mit dem Fleisch dient der Erinnerung an das Pessachopfer\, das Opferlamm\, wenngleich es nicht üblich ist\, einen Hammelknochen dafür zu verwenden; das Ei soll das Wallfahrtsopfer symbolisieren. 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Diese Sitte wird beim Seder insofern beachtet\, als man angelehnt sitzt und der Hausherr einen besonders bequemen\, mit Kissen ausgepolsterten Sessel benutzt. Getrunken wird am Sederabend Wein\, und zwar sind vier Becher pro Person vorgeschrieben. Zusätzlich zu den Trinkgefäßen für die Teilnehmer der Mahlzeit wird ein weiterer mit Wein gefüllter Becher auf den Tisch gestellt\, der für den Propheten Elia bestimmt ist\, dessen Kommen erwartet wird: Elia gilt als Vorbote des Messias. \nErzählung des Auszugs aus Ägypten\nDer wesentliche Inhalt des Seders ist die Verlesung spezieller Texte\, die sich auf den Auszug aus Ägypten beziehen; sie sind in der Pessach-Haggada (Haggada heißt „Erzählung“) zusammengestellt. Derjenige\, der den Seder „gibt“\, d.h. ihn leitet\, soll die Texte nach Möglichkeit nicht nur vortragen\, sondern sie auch erklären. 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Hammelfleisch\, das bei sefardischen Juden üblich ist\, wird in Nord- und Mitteleuropa bei der Festmahlzeit nicht gegessen. Den Abschluss des Abendessens bildet der symbolische Nachtisch\, der Afikoman\, das vorher beiseite gelegte Stück Mazza. Es hat sich der fröhliche Brauch herausgebildet\, dass der Hausherr zunächst das Stück nicht finden kann\, weil die an der Feier teilnehmenden Kinder es versteckt haben. Damit die Feier fortgesetzt werden kann\, muss das Stück Mazza mit einem kleinen Geschenk ausgelöst werden. \nViel Gesang\nDann nimmt der Seder seinen Fortgang. Der zweite Teil\, der mit dem Tischgebet beginnt\, ist etwas aufgelockert und trägt der Ermüdung der Teilnehmer\, besonders der Kinder\, insofern Rechnung\, als in ihm eine Reihe von Liedern enthalten ist\, deren Refrain von allen gemeinsam gesungen wird. Das bekannteste Lied ist das vom Zicklein\, das in deutscher Übertragung in „Des Knaben Wunderhorn“ gelangt ist. Mit ihm endet der Seder\, dessen Ritual an beiden Abenden im Wesentlichen gleich ist. \nAus: Heinrich Simon: Jüdische Feiertage\, Verlag Hentrich und Hentrich und Centrum Judaicum Berlin\, 2003
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Historisch erinnert das Fest an den Auszug der Israeliten aus Ägypten\, und noch heute wird im Gedenken an dieses Ereignis nur Ungesäuertes gegessen\, weil der plötzliche Aufbruch aus Ägypten es nicht gestattete\, den Brotteig vor dem Backen säuern zu lassen. In landwirtschaftlicher Hinsicht ist Pessach mit der Ernte der Wintergerste verbunden. \nViele Speisen sind verboten\nPessach wird acht Tage lang\, vom 15. bis zum 22. Nissan\, begangen (in Israel bis zum 21. Nissan). Zu den Hauptmerkmalen dieses durch seine Vorschriften besonders eindrucksvollen Festes gehört das Verbot\, Gesäuertes (hebr. Chamez) zu genießen\, oder es überhaupt zu besitzen. Unter Gesäuertem werden alle Getreideprodukte verstanden\, die in irgendeinem Stadium\, selbst vor dem Mahlen\, durch die Einwirkung von Fermenten\, vor Feuchtigkeit oder Hitze einen Gärungsprozess durchgemacht haben. \nFrühjahrsputz\nUm die Wohnung von Gesäuertem zu befreien\, findet deshalb vor Pessach ein äußerst gründlicher Hausputz statt. Der Hausherr ist verpflichtet\, am Vorabend des 14. Nissan – bzw. falls das ein Schabbat ist\, bereits einen Tag früher – das gesamte Haus nach noch vorhandenem Gesäuerten zu durchsuchen und seinen Fund dann am Morgen zu verbrennen. Ebenso müssen alle Küchengeräte und Bestecke durch Ausglühen oder Auskochen von gesäuerten Rückständen befreit werden. Für Pessach wird Geschirr verwendet\, das nur für diese Gelegenheit bestimmt ist\, während das sonst gebrauchte separiert wird. \nDer Sederabend markiert den Beginn des Fests\nWährend der synagogale Ritus im wesentlichen dem der anderen Wallfahrtsfeste entspricht\, zeichnet sich dieses Fest dadurch aus\, dass es für die beiden ersten Abende ein häusliches Ritual gibt\, eine festliche Mahlzeit\, die nach einer festen Ordnung verläuft. Nach dem hebräischen Wort für „Ordnung“ wird diese Zeremonie Seder genannt. Zum Seder versammelt sich die ganze Familie; nach Möglichkeit werden auch Gäste eingeladen. \nSymbolische Speisen\nAuf einem Teller befinden sich die für diese Mahlzeit erforderlichen symbolträchtigen Speisen: drei Mazzot\, die jeweils in eine Serviette gehüllt sind oder in einer dreifächerigen Tasche liegen; ferner „Erdfrüchte“\, wofür man Radieschen\, Sellerie oder Petersilie verwendet; ein Gefäß mit Salzwasser; Bitterkraut\, worunter Meerrettich oder Kopfsalat (oder beides) verstanden wird; ein aus geriebenen Äpfeln\, Mandeln\, Zimt und Wein bereitetes bräunliches Mus; ein Knochen mit etwas gebratenem Fleisch daran und ein gekochtes Ei. Der Knochen mit dem Fleisch dient der Erinnerung an das Pessachopfer\, das Opferlamm\, wenngleich es nicht üblich ist\, einen Hammelknochen dafür zu verwenden; das Ei soll das Wallfahrtsopfer symbolisieren. Beides muss zum Verzehr geeignet sein\, wird jedoch nicht gegessen\, während die übrigen Speisen\, dem Sederteller liegen\, im Verlauf der Zeremonie genossen werden. Auch sie sind von symbolischer Bedeutung und werden auf die Knechtschaft der Juden in Ägypten bezogen: Das Salzwasser\, in das die Erdfrüchte getaucht werden\, erinnert an die vergossenen Tränen\, das Bitterkraut an die bitteren Leiden\, das braune Fruchtmus an den Lehm\, aus dem die Israeliten Ziegel herstellen mussten; die Mazzot werden als „Brot der Armen“ bezeichnet. \nErinnerung an antike Gastmahle\nDie Ordnung der häuslichen Feier entspricht den Gepflogenheiten des antiken Gastmahls. Auch die symbolisch gedeuteten Speisen sind Bestandteile der antiken Mahlzeit\, so dass Gewohnheiten des Altertums und Symbolik zusammengeflossen sind. Den antiken Bräuchen entspricht auch die Vorschrift\, bei der Mahlzeit nicht zu sitzen\, sondern zu liegen. Diese Sitte wird beim Seder insofern beachtet\, als man angelehnt sitzt und der Hausherr einen besonders bequemen\, mit Kissen ausgepolsterten Sessel benutzt. Getrunken wird am Sederabend Wein\, und zwar sind vier Becher pro Person vorgeschrieben. Zusätzlich zu den Trinkgefäßen für die Teilnehmer der Mahlzeit wird ein weiterer mit Wein gefüllter Becher auf den Tisch gestellt\, der für den Propheten Elia bestimmt ist\, dessen Kommen erwartet wird: Elia gilt als Vorbote des Messias. \nErzählung des Auszugs aus Ägypten\nDer wesentliche Inhalt des Seders ist die Verlesung spezieller Texte\, die sich auf den Auszug aus Ägypten beziehen; sie sind in der Pessach-Haggada (Haggada heißt „Erzählung“) zusammengestellt. Derjenige\, der den Seder „gibt“\, d.h. ihn leitet\, soll die Texte nach Möglichkeit nicht nur vortragen\, sondern sie auch erklären. Die abendfüllende Zeremonie beginnt mit dem Festtags-Kiddusch (Segen über den Wein)\, dann folgt der Segen über die Erdfrüchte\, nach dem dann Petersilie oder Radieschen in Salzwasser getaucht und gegessen werden. Den formalen Anlass für den Vortrag der Texte\, die vom Auszug aus Ägypten erzählen sowie das Fest und dessen Ritual erklären\, bilden vier Fragen\, die das jüngste teilnehmende Kind stellt und die sich auf den Sinn des Zeremoniells richten. Die Verlesung der Haggada wird durch das Abendessen unterbrochen. \nBesonderes Abendessen\nDas Abendessen soll aus mindestens zwei Gängen bestehen. Als erster Gang sind hartgekochte Eier in Salzwasser üblich. Eier werden entweder als Symbol des Lebens gedeutet oder sind auch ein Zeichen der Trauer\, da man sich bei der Festfreude der Zerstörung des Tempels erinnern soll. Auf die Eier folgt meist ein Fleischgericht\, wobei zu beachten ist\, dass kein gebratenes Fleisch an diesen beiden Abenden Verwendung findet. Hammelfleisch\, das bei sefardischen Juden üblich ist\, wird in Nord- und Mitteleuropa bei der Festmahlzeit nicht gegessen. Den Abschluss des Abendessens bildet der symbolische Nachtisch\, der Afikoman\, das vorher beiseite gelegte Stück Mazza. Es hat sich der fröhliche Brauch herausgebildet\, dass der Hausherr zunächst das Stück nicht finden kann\, weil die an der Feier teilnehmenden Kinder es versteckt haben. Damit die Feier fortgesetzt werden kann\, muss das Stück Mazza mit einem kleinen Geschenk ausgelöst werden. \nViel Gesang\nDann nimmt der Seder seinen Fortgang. Der zweite Teil\, der mit dem Tischgebet beginnt\, ist etwas aufgelockert und trägt der Ermüdung der Teilnehmer\, besonders der Kinder\, insofern Rechnung\, als in ihm eine Reihe von Liedern enthalten ist\, deren Refrain von allen gemeinsam gesungen wird. Das bekannteste Lied ist das vom Zicklein\, das in deutscher Übertragung in „Des Knaben Wunderhorn“ gelangt ist. Mit ihm endet der Seder\, dessen Ritual an beiden Abenden im Wesentlichen gleich ist. \nAus: Heinrich Simon: Jüdische Feiertage\, Verlag Hentrich und Hentrich und Centrum Judaicum Berlin\, 2003
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Historisch erinnert das Fest an den Auszug der Israeliten aus Ägypten\, und noch heute wird im Gedenken an dieses Ereignis nur Ungesäuertes gegessen\, weil der plötzliche Aufbruch aus Ägypten es nicht gestattete\, den Brotteig vor dem Backen säuern zu lassen. In landwirtschaftlicher Hinsicht ist Pessach mit der Ernte der Wintergerste verbunden. \nViele Speisen sind verboten\nPessach wird acht Tage lang\, vom 15. bis zum 22. Nissan\, begangen (in Israel bis zum 21. Nissan). Zu den Hauptmerkmalen dieses durch seine Vorschriften besonders eindrucksvollen Festes gehört das Verbot\, Gesäuertes (hebr. Chamez) zu genießen\, oder es überhaupt zu besitzen. Unter Gesäuertem werden alle Getreideprodukte verstanden\, die in irgendeinem Stadium\, selbst vor dem Mahlen\, durch die Einwirkung von Fermenten\, vor Feuchtigkeit oder Hitze einen Gärungsprozess durchgemacht haben. \nFrühjahrsputz\nUm die Wohnung von Gesäuertem zu befreien\, findet deshalb vor Pessach ein äußerst gründlicher Hausputz statt. Der Hausherr ist verpflichtet\, am Vorabend des 14. Nissan – bzw. falls das ein Schabbat ist\, bereits einen Tag früher – das gesamte Haus nach noch vorhandenem Gesäuerten zu durchsuchen und seinen Fund dann am Morgen zu verbrennen. Ebenso müssen alle Küchengeräte und Bestecke durch Ausglühen oder Auskochen von gesäuerten Rückständen befreit werden. Für Pessach wird Geschirr verwendet\, das nur für diese Gelegenheit bestimmt ist\, während das sonst gebrauchte separiert wird. \nDer Sederabend markiert den Beginn des Fests\nWährend der synagogale Ritus im wesentlichen dem der anderen Wallfahrtsfeste entspricht\, zeichnet sich dieses Fest dadurch aus\, dass es für die beiden ersten Abende ein häusliches Ritual gibt\, eine festliche Mahlzeit\, die nach einer festen Ordnung verläuft. Nach dem hebräischen Wort für „Ordnung“ wird diese Zeremonie Seder genannt. Zum Seder versammelt sich die ganze Familie; nach Möglichkeit werden auch Gäste eingeladen. \nSymbolische Speisen\nAuf einem Teller befinden sich die für diese Mahlzeit erforderlichen symbolträchtigen Speisen: drei Mazzot\, die jeweils in eine Serviette gehüllt sind oder in einer dreifächerigen Tasche liegen; ferner „Erdfrüchte“\, wofür man Radieschen\, Sellerie oder Petersilie verwendet; ein Gefäß mit Salzwasser; Bitterkraut\, worunter Meerrettich oder Kopfsalat (oder beides) verstanden wird; ein aus geriebenen Äpfeln\, Mandeln\, Zimt und Wein bereitetes bräunliches Mus; ein Knochen mit etwas gebratenem Fleisch daran und ein gekochtes Ei. Der Knochen mit dem Fleisch dient der Erinnerung an das Pessachopfer\, das Opferlamm\, wenngleich es nicht üblich ist\, einen Hammelknochen dafür zu verwenden; das Ei soll das Wallfahrtsopfer symbolisieren. Beides muss zum Verzehr geeignet sein\, wird jedoch nicht gegessen\, während die übrigen Speisen\, dem Sederteller liegen\, im Verlauf der Zeremonie genossen werden. Auch sie sind von symbolischer Bedeutung und werden auf die Knechtschaft der Juden in Ägypten bezogen: Das Salzwasser\, in das die Erdfrüchte getaucht werden\, erinnert an die vergossenen Tränen\, das Bitterkraut an die bitteren Leiden\, das braune Fruchtmus an den Lehm\, aus dem die Israeliten Ziegel herstellen mussten; die Mazzot werden als „Brot der Armen“ bezeichnet. \nErinnerung an antike Gastmahle\nDie Ordnung der häuslichen Feier entspricht den Gepflogenheiten des antiken Gastmahls. Auch die symbolisch gedeuteten Speisen sind Bestandteile der antiken Mahlzeit\, so dass Gewohnheiten des Altertums und Symbolik zusammengeflossen sind. Den antiken Bräuchen entspricht auch die Vorschrift\, bei der Mahlzeit nicht zu sitzen\, sondern zu liegen. Diese Sitte wird beim Seder insofern beachtet\, als man angelehnt sitzt und der Hausherr einen besonders bequemen\, mit Kissen ausgepolsterten Sessel benutzt. Getrunken wird am Sederabend Wein\, und zwar sind vier Becher pro Person vorgeschrieben. Zusätzlich zu den Trinkgefäßen für die Teilnehmer der Mahlzeit wird ein weiterer mit Wein gefüllter Becher auf den Tisch gestellt\, der für den Propheten Elia bestimmt ist\, dessen Kommen erwartet wird: Elia gilt als Vorbote des Messias. \nErzählung des Auszugs aus Ägypten\nDer wesentliche Inhalt des Seders ist die Verlesung spezieller Texte\, die sich auf den Auszug aus Ägypten beziehen; sie sind in der Pessach-Haggada (Haggada heißt „Erzählung“) zusammengestellt. Derjenige\, der den Seder „gibt“\, d.h. ihn leitet\, soll die Texte nach Möglichkeit nicht nur vortragen\, sondern sie auch erklären. Die abendfüllende Zeremonie beginnt mit dem Festtags-Kiddusch (Segen über den Wein)\, dann folgt der Segen über die Erdfrüchte\, nach dem dann Petersilie oder Radieschen in Salzwasser getaucht und gegessen werden. Den formalen Anlass für den Vortrag der Texte\, die vom Auszug aus Ägypten erzählen sowie das Fest und dessen Ritual erklären\, bilden vier Fragen\, die das jüngste teilnehmende Kind stellt und die sich auf den Sinn des Zeremoniells richten. Die Verlesung der Haggada wird durch das Abendessen unterbrochen. \nBesonderes Abendessen\nDas Abendessen soll aus mindestens zwei Gängen bestehen. Als erster Gang sind hartgekochte Eier in Salzwasser üblich. Eier werden entweder als Symbol des Lebens gedeutet oder sind auch ein Zeichen der Trauer\, da man sich bei der Festfreude der Zerstörung des Tempels erinnern soll. Auf die Eier folgt meist ein Fleischgericht\, wobei zu beachten ist\, dass kein gebratenes Fleisch an diesen beiden Abenden Verwendung findet. Hammelfleisch\, das bei sefardischen Juden üblich ist\, wird in Nord- und Mitteleuropa bei der Festmahlzeit nicht gegessen. Den Abschluss des Abendessens bildet der symbolische Nachtisch\, der Afikoman\, das vorher beiseite gelegte Stück Mazza. Es hat sich der fröhliche Brauch herausgebildet\, dass der Hausherr zunächst das Stück nicht finden kann\, weil die an der Feier teilnehmenden Kinder es versteckt haben. Damit die Feier fortgesetzt werden kann\, muss das Stück Mazza mit einem kleinen Geschenk ausgelöst werden. \nViel Gesang\nDann nimmt der Seder seinen Fortgang. Der zweite Teil\, der mit dem Tischgebet beginnt\, ist etwas aufgelockert und trägt der Ermüdung der Teilnehmer\, besonders der Kinder\, insofern Rechnung\, als in ihm eine Reihe von Liedern enthalten ist\, deren Refrain von allen gemeinsam gesungen wird. Das bekannteste Lied ist das vom Zicklein\, das in deutscher Übertragung in „Des Knaben Wunderhorn“ gelangt ist. 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DESCRIPTION:An Pessach wird der Befreiung aus der Sklaverei und des Auszugs aus Ägypten gedacht\nIn den Nissan fällt das erste der drei Wallfahrtsfeste\, das Pessachfest\, das in der Bibel auch als Fest der Mazzot (Singular: Mazza)\, der ungesäuerten Brote\, bezeichnet wird. Der Name Pessach (Überschreitung) stammt von dem in der Bibel gebotenen Opfer eines Lammes\, das vor dem Auszug der Israeliten aus Ägypten geschlachtet und gegessen wurde. Im Bibeltext (2. Buch Moses\, 12\, 27) heißt es\, Gott habe\, als er alle Erstgeborenen in Ägypten erschlug\, die Israeliten verschont\, indem er ihre Häuser überging. Daher wird dieses Fest Überschreitung genannt; auch das geopferte Lamm wird mit diesem Namen bezeichnet. \nLandwirtschaftliche Bedeutung\nWie alle Wallfahrtsfeste hat Pessach eine historische und eine mit der Natur verbundene Bedeutung. Historisch erinnert das Fest an den Auszug der Israeliten aus Ägypten\, und noch heute wird im Gedenken an dieses Ereignis nur Ungesäuertes gegessen\, weil der plötzliche Aufbruch aus Ägypten es nicht gestattete\, den Brotteig vor dem Backen säuern zu lassen. In landwirtschaftlicher Hinsicht ist Pessach mit der Ernte der Wintergerste verbunden. \nViele Speisen sind verboten\nPessach wird acht Tage lang\, vom 15. bis zum 22. Nissan\, begangen (in Israel bis zum 21. Nissan). Zu den Hauptmerkmalen dieses durch seine Vorschriften besonders eindrucksvollen Festes gehört das Verbot\, Gesäuertes (hebr. Chamez) zu genießen\, oder es überhaupt zu besitzen. Unter Gesäuertem werden alle Getreideprodukte verstanden\, die in irgendeinem Stadium\, selbst vor dem Mahlen\, durch die Einwirkung von Fermenten\, vor Feuchtigkeit oder Hitze einen Gärungsprozess durchgemacht haben. \nFrühjahrsputz\nUm die Wohnung von Gesäuertem zu befreien\, findet deshalb vor Pessach ein äußerst gründlicher Hausputz statt. Der Hausherr ist verpflichtet\, am Vorabend des 14. Nissan – bzw. falls das ein Schabbat ist\, bereits einen Tag früher – das gesamte Haus nach noch vorhandenem Gesäuerten zu durchsuchen und seinen Fund dann am Morgen zu verbrennen. Ebenso müssen alle Küchengeräte und Bestecke durch Ausglühen oder Auskochen von gesäuerten Rückständen befreit werden. Für Pessach wird Geschirr verwendet\, das nur für diese Gelegenheit bestimmt ist\, während das sonst gebrauchte separiert wird. \nDer Sederabend markiert den Beginn des Fests\nWährend der synagogale Ritus im wesentlichen dem der anderen Wallfahrtsfeste entspricht\, zeichnet sich dieses Fest dadurch aus\, dass es für die beiden ersten Abende ein häusliches Ritual gibt\, eine festliche Mahlzeit\, die nach einer festen Ordnung verläuft. Nach dem hebräischen Wort für „Ordnung“ wird diese Zeremonie Seder genannt. Zum Seder versammelt sich die ganze Familie; nach Möglichkeit werden auch Gäste eingeladen. \nSymbolische Speisen\nAuf einem Teller befinden sich die für diese Mahlzeit erforderlichen symbolträchtigen Speisen: drei Mazzot\, die jeweils in eine Serviette gehüllt sind oder in einer dreifächerigen Tasche liegen; ferner „Erdfrüchte“\, wofür man Radieschen\, Sellerie oder Petersilie verwendet; ein Gefäß mit Salzwasser; Bitterkraut\, worunter Meerrettich oder Kopfsalat (oder beides) verstanden wird; ein aus geriebenen Äpfeln\, Mandeln\, Zimt und Wein bereitetes bräunliches Mus; ein Knochen mit etwas gebratenem Fleisch daran und ein gekochtes Ei. Der Knochen mit dem Fleisch dient der Erinnerung an das Pessachopfer\, das Opferlamm\, wenngleich es nicht üblich ist\, einen Hammelknochen dafür zu verwenden; das Ei soll das Wallfahrtsopfer symbolisieren. Beides muss zum Verzehr geeignet sein\, wird jedoch nicht gegessen\, während die übrigen Speisen\, dem Sederteller liegen\, im Verlauf der Zeremonie genossen werden. Auch sie sind von symbolischer Bedeutung und werden auf die Knechtschaft der Juden in Ägypten bezogen: Das Salzwasser\, in das die Erdfrüchte getaucht werden\, erinnert an die vergossenen Tränen\, das Bitterkraut an die bitteren Leiden\, das braune Fruchtmus an den Lehm\, aus dem die Israeliten Ziegel herstellen mussten; die Mazzot werden als „Brot der Armen“ bezeichnet. \nErinnerung an antike Gastmahle\nDie Ordnung der häuslichen Feier entspricht den Gepflogenheiten des antiken Gastmahls. Auch die symbolisch gedeuteten Speisen sind Bestandteile der antiken Mahlzeit\, so dass Gewohnheiten des Altertums und Symbolik zusammengeflossen sind. Den antiken Bräuchen entspricht auch die Vorschrift\, bei der Mahlzeit nicht zu sitzen\, sondern zu liegen. Diese Sitte wird beim Seder insofern beachtet\, als man angelehnt sitzt und der Hausherr einen besonders bequemen\, mit Kissen ausgepolsterten Sessel benutzt. Getrunken wird am Sederabend Wein\, und zwar sind vier Becher pro Person vorgeschrieben. Zusätzlich zu den Trinkgefäßen für die Teilnehmer der Mahlzeit wird ein weiterer mit Wein gefüllter Becher auf den Tisch gestellt\, der für den Propheten Elia bestimmt ist\, dessen Kommen erwartet wird: Elia gilt als Vorbote des Messias. \nErzählung des Auszugs aus Ägypten\nDer wesentliche Inhalt des Seders ist die Verlesung spezieller Texte\, die sich auf den Auszug aus Ägypten beziehen; sie sind in der Pessach-Haggada (Haggada heißt „Erzählung“) zusammengestellt. Derjenige\, der den Seder „gibt“\, d.h. ihn leitet\, soll die Texte nach Möglichkeit nicht nur vortragen\, sondern sie auch erklären. Die abendfüllende Zeremonie beginnt mit dem Festtags-Kiddusch (Segen über den Wein)\, dann folgt der Segen über die Erdfrüchte\, nach dem dann Petersilie oder Radieschen in Salzwasser getaucht und gegessen werden. Den formalen Anlass für den Vortrag der Texte\, die vom Auszug aus Ägypten erzählen sowie das Fest und dessen Ritual erklären\, bilden vier Fragen\, die das jüngste teilnehmende Kind stellt und die sich auf den Sinn des Zeremoniells richten. Die Verlesung der Haggada wird durch das Abendessen unterbrochen. \nBesonderes Abendessen\nDas Abendessen soll aus mindestens zwei Gängen bestehen. Als erster Gang sind hartgekochte Eier in Salzwasser üblich. Eier werden entweder als Symbol des Lebens gedeutet oder sind auch ein Zeichen der Trauer\, da man sich bei der Festfreude der Zerstörung des Tempels erinnern soll. Auf die Eier folgt meist ein Fleischgericht\, wobei zu beachten ist\, dass kein gebratenes Fleisch an diesen beiden Abenden Verwendung findet. Hammelfleisch\, das bei sefardischen Juden üblich ist\, wird in Nord- und Mitteleuropa bei der Festmahlzeit nicht gegessen. Den Abschluss des Abendessens bildet der symbolische Nachtisch\, der Afikoman\, das vorher beiseite gelegte Stück Mazza. Es hat sich der fröhliche Brauch herausgebildet\, dass der Hausherr zunächst das Stück nicht finden kann\, weil die an der Feier teilnehmenden Kinder es versteckt haben. Damit die Feier fortgesetzt werden kann\, muss das Stück Mazza mit einem kleinen Geschenk ausgelöst werden. \nViel Gesang\nDann nimmt der Seder seinen Fortgang. Der zweite Teil\, der mit dem Tischgebet beginnt\, ist etwas aufgelockert und trägt der Ermüdung der Teilnehmer\, besonders der Kinder\, insofern Rechnung\, als in ihm eine Reihe von Liedern enthalten ist\, deren Refrain von allen gemeinsam gesungen wird. Das bekannteste Lied ist das vom Zicklein\, das in deutscher Übertragung in „Des Knaben Wunderhorn“ gelangt ist. Mit ihm endet der Seder\, dessen Ritual an beiden Abenden im Wesentlichen gleich ist. \nAus: Heinrich Simon: Jüdische Feiertage\, Verlag Hentrich und Hentrich und Centrum Judaicum Berlin\, 2003
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DESCRIPTION:An Pessach wird der Befreiung aus der Sklaverei und des Auszugs aus Ägypten gedacht\nIn den Nissan fällt das erste der drei Wallfahrtsfeste\, das Pessachfest\, das in der Bibel auch als Fest der Mazzot (Singular: Mazza)\, der ungesäuerten Brote\, bezeichnet wird. Der Name Pessach (Überschreitung) stammt von dem in der Bibel gebotenen Opfer eines Lammes\, das vor dem Auszug der Israeliten aus Ägypten geschlachtet und gegessen wurde. Im Bibeltext (2. Buch Moses\, 12\, 27) heißt es\, Gott habe\, als er alle Erstgeborenen in Ägypten erschlug\, die Israeliten verschont\, indem er ihre Häuser überging. Daher wird dieses Fest Überschreitung genannt; auch das geopferte Lamm wird mit diesem Namen bezeichnet. \nLandwirtschaftliche Bedeutung\nWie alle Wallfahrtsfeste hat Pessach eine historische und eine mit der Natur verbundene Bedeutung. Historisch erinnert das Fest an den Auszug der Israeliten aus Ägypten\, und noch heute wird im Gedenken an dieses Ereignis nur Ungesäuertes gegessen\, weil der plötzliche Aufbruch aus Ägypten es nicht gestattete\, den Brotteig vor dem Backen säuern zu lassen. In landwirtschaftlicher Hinsicht ist Pessach mit der Ernte der Wintergerste verbunden. \nViele Speisen sind verboten\nPessach wird acht Tage lang\, vom 15. bis zum 22. Nissan\, begangen (in Israel bis zum 21. Nissan). Zu den Hauptmerkmalen dieses durch seine Vorschriften besonders eindrucksvollen Festes gehört das Verbot\, Gesäuertes (hebr. Chamez) zu genießen\, oder es überhaupt zu besitzen. Unter Gesäuertem werden alle Getreideprodukte verstanden\, die in irgendeinem Stadium\, selbst vor dem Mahlen\, durch die Einwirkung von Fermenten\, vor Feuchtigkeit oder Hitze einen Gärungsprozess durchgemacht haben. \nFrühjahrsputz\nUm die Wohnung von Gesäuertem zu befreien\, findet deshalb vor Pessach ein äußerst gründlicher Hausputz statt. Der Hausherr ist verpflichtet\, am Vorabend des 14. Nissan – bzw. falls das ein Schabbat ist\, bereits einen Tag früher – das gesamte Haus nach noch vorhandenem Gesäuerten zu durchsuchen und seinen Fund dann am Morgen zu verbrennen. Ebenso müssen alle Küchengeräte und Bestecke durch Ausglühen oder Auskochen von gesäuerten Rückständen befreit werden. Für Pessach wird Geschirr verwendet\, das nur für diese Gelegenheit bestimmt ist\, während das sonst gebrauchte separiert wird. \nDer Sederabend markiert den Beginn des Fests\nWährend der synagogale Ritus im wesentlichen dem der anderen Wallfahrtsfeste entspricht\, zeichnet sich dieses Fest dadurch aus\, dass es für die beiden ersten Abende ein häusliches Ritual gibt\, eine festliche Mahlzeit\, die nach einer festen Ordnung verläuft. Nach dem hebräischen Wort für „Ordnung“ wird diese Zeremonie Seder genannt. Zum Seder versammelt sich die ganze Familie; nach Möglichkeit werden auch Gäste eingeladen. \nSymbolische Speisen\nAuf einem Teller befinden sich die für diese Mahlzeit erforderlichen symbolträchtigen Speisen: drei Mazzot\, die jeweils in eine Serviette gehüllt sind oder in einer dreifächerigen Tasche liegen; ferner „Erdfrüchte“\, wofür man Radieschen\, Sellerie oder Petersilie verwendet; ein Gefäß mit Salzwasser; Bitterkraut\, worunter Meerrettich oder Kopfsalat (oder beides) verstanden wird; ein aus geriebenen Äpfeln\, Mandeln\, Zimt und Wein bereitetes bräunliches Mus; ein Knochen mit etwas gebratenem Fleisch daran und ein gekochtes Ei. Der Knochen mit dem Fleisch dient der Erinnerung an das Pessachopfer\, das Opferlamm\, wenngleich es nicht üblich ist\, einen Hammelknochen dafür zu verwenden; das Ei soll das Wallfahrtsopfer symbolisieren. 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Diese Sitte wird beim Seder insofern beachtet\, als man angelehnt sitzt und der Hausherr einen besonders bequemen\, mit Kissen ausgepolsterten Sessel benutzt. Getrunken wird am Sederabend Wein\, und zwar sind vier Becher pro Person vorgeschrieben. Zusätzlich zu den Trinkgefäßen für die Teilnehmer der Mahlzeit wird ein weiterer mit Wein gefüllter Becher auf den Tisch gestellt\, der für den Propheten Elia bestimmt ist\, dessen Kommen erwartet wird: Elia gilt als Vorbote des Messias. \nErzählung des Auszugs aus Ägypten\nDer wesentliche Inhalt des Seders ist die Verlesung spezieller Texte\, die sich auf den Auszug aus Ägypten beziehen; sie sind in der Pessach-Haggada (Haggada heißt „Erzählung“) zusammengestellt. Derjenige\, der den Seder „gibt“\, d.h. ihn leitet\, soll die Texte nach Möglichkeit nicht nur vortragen\, sondern sie auch erklären. Die abendfüllende Zeremonie beginnt mit dem Festtags-Kiddusch (Segen über den Wein)\, dann folgt der Segen über die Erdfrüchte\, nach dem dann Petersilie oder Radieschen in Salzwasser getaucht und gegessen werden. Den formalen Anlass für den Vortrag der Texte\, die vom Auszug aus Ägypten erzählen sowie das Fest und dessen Ritual erklären\, bilden vier Fragen\, die das jüngste teilnehmende Kind stellt und die sich auf den Sinn des Zeremoniells richten. Die Verlesung der Haggada wird durch das Abendessen unterbrochen. \nBesonderes Abendessen\nDas Abendessen soll aus mindestens zwei Gängen bestehen. Als erster Gang sind hartgekochte Eier in Salzwasser üblich. Eier werden entweder als Symbol des Lebens gedeutet oder sind auch ein Zeichen der Trauer\, da man sich bei der Festfreude der Zerstörung des Tempels erinnern soll. Auf die Eier folgt meist ein Fleischgericht\, wobei zu beachten ist\, dass kein gebratenes Fleisch an diesen beiden Abenden Verwendung findet. Hammelfleisch\, das bei sefardischen Juden üblich ist\, wird in Nord- und Mitteleuropa bei der Festmahlzeit nicht gegessen. Den Abschluss des Abendessens bildet der symbolische Nachtisch\, der Afikoman\, das vorher beiseite gelegte Stück Mazza. Es hat sich der fröhliche Brauch herausgebildet\, dass der Hausherr zunächst das Stück nicht finden kann\, weil die an der Feier teilnehmenden Kinder es versteckt haben. Damit die Feier fortgesetzt werden kann\, muss das Stück Mazza mit einem kleinen Geschenk ausgelöst werden. \nViel Gesang\nDann nimmt der Seder seinen Fortgang. Der zweite Teil\, der mit dem Tischgebet beginnt\, ist etwas aufgelockert und trägt der Ermüdung der Teilnehmer\, besonders der Kinder\, insofern Rechnung\, als in ihm eine Reihe von Liedern enthalten ist\, deren Refrain von allen gemeinsam gesungen wird. Das bekannteste Lied ist das vom Zicklein\, das in deutscher Übertragung in „Des Knaben Wunderhorn“ gelangt ist. Mit ihm endet der Seder\, dessen Ritual an beiden Abenden im Wesentlichen gleich ist. \nAus: Heinrich Simon: Jüdische Feiertage\, Verlag Hentrich und Hentrich und Centrum Judaicum Berlin\, 2003
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Historisch erinnert das Fest an den Auszug der Israeliten aus Ägypten\, und noch heute wird im Gedenken an dieses Ereignis nur Ungesäuertes gegessen\, weil der plötzliche Aufbruch aus Ägypten es nicht gestattete\, den Brotteig vor dem Backen säuern zu lassen. In landwirtschaftlicher Hinsicht ist Pessach mit der Ernte der Wintergerste verbunden. \nViele Speisen sind verboten\nPessach wird acht Tage lang\, vom 15. bis zum 22. Nissan\, begangen (in Israel bis zum 21. Nissan). Zu den Hauptmerkmalen dieses durch seine Vorschriften besonders eindrucksvollen Festes gehört das Verbot\, Gesäuertes (hebr. Chamez) zu genießen\, oder es überhaupt zu besitzen. Unter Gesäuertem werden alle Getreideprodukte verstanden\, die in irgendeinem Stadium\, selbst vor dem Mahlen\, durch die Einwirkung von Fermenten\, vor Feuchtigkeit oder Hitze einen Gärungsprozess durchgemacht haben. \nFrühjahrsputz\nUm die Wohnung von Gesäuertem zu befreien\, findet deshalb vor Pessach ein äußerst gründlicher Hausputz statt. Der Hausherr ist verpflichtet\, am Vorabend des 14. Nissan – bzw. falls das ein Schabbat ist\, bereits einen Tag früher – das gesamte Haus nach noch vorhandenem Gesäuerten zu durchsuchen und seinen Fund dann am Morgen zu verbrennen. Ebenso müssen alle Küchengeräte und Bestecke durch Ausglühen oder Auskochen von gesäuerten Rückständen befreit werden. Für Pessach wird Geschirr verwendet\, das nur für diese Gelegenheit bestimmt ist\, während das sonst gebrauchte separiert wird. \nDer Sederabend markiert den Beginn des Fests\nWährend der synagogale Ritus im wesentlichen dem der anderen Wallfahrtsfeste entspricht\, zeichnet sich dieses Fest dadurch aus\, dass es für die beiden ersten Abende ein häusliches Ritual gibt\, eine festliche Mahlzeit\, die nach einer festen Ordnung verläuft. Nach dem hebräischen Wort für „Ordnung“ wird diese Zeremonie Seder genannt. Zum Seder versammelt sich die ganze Familie; nach Möglichkeit werden auch Gäste eingeladen. \nSymbolische Speisen\nAuf einem Teller befinden sich die für diese Mahlzeit erforderlichen symbolträchtigen Speisen: drei Mazzot\, die jeweils in eine Serviette gehüllt sind oder in einer dreifächerigen Tasche liegen; ferner „Erdfrüchte“\, wofür man Radieschen\, Sellerie oder Petersilie verwendet; ein Gefäß mit Salzwasser; Bitterkraut\, worunter Meerrettich oder Kopfsalat (oder beides) verstanden wird; ein aus geriebenen Äpfeln\, Mandeln\, Zimt und Wein bereitetes bräunliches Mus; ein Knochen mit etwas gebratenem Fleisch daran und ein gekochtes Ei. Der Knochen mit dem Fleisch dient der Erinnerung an das Pessachopfer\, das Opferlamm\, wenngleich es nicht üblich ist\, einen Hammelknochen dafür zu verwenden; das Ei soll das Wallfahrtsopfer symbolisieren. Beides muss zum Verzehr geeignet sein\, wird jedoch nicht gegessen\, während die übrigen Speisen\, dem Sederteller liegen\, im Verlauf der Zeremonie genossen werden. Auch sie sind von symbolischer Bedeutung und werden auf die Knechtschaft der Juden in Ägypten bezogen: Das Salzwasser\, in das die Erdfrüchte getaucht werden\, erinnert an die vergossenen Tränen\, das Bitterkraut an die bitteren Leiden\, das braune Fruchtmus an den Lehm\, aus dem die Israeliten Ziegel herstellen mussten; die Mazzot werden als „Brot der Armen“ bezeichnet. \nErinnerung an antike Gastmahle\nDie Ordnung der häuslichen Feier entspricht den Gepflogenheiten des antiken Gastmahls. Auch die symbolisch gedeuteten Speisen sind Bestandteile der antiken Mahlzeit\, so dass Gewohnheiten des Altertums und Symbolik zusammengeflossen sind. Den antiken Bräuchen entspricht auch die Vorschrift\, bei der Mahlzeit nicht zu sitzen\, sondern zu liegen. Diese Sitte wird beim Seder insofern beachtet\, als man angelehnt sitzt und der Hausherr einen besonders bequemen\, mit Kissen ausgepolsterten Sessel benutzt. Getrunken wird am Sederabend Wein\, und zwar sind vier Becher pro Person vorgeschrieben. Zusätzlich zu den Trinkgefäßen für die Teilnehmer der Mahlzeit wird ein weiterer mit Wein gefüllter Becher auf den Tisch gestellt\, der für den Propheten Elia bestimmt ist\, dessen Kommen erwartet wird: Elia gilt als Vorbote des Messias. \nErzählung des Auszugs aus Ägypten\nDer wesentliche Inhalt des Seders ist die Verlesung spezieller Texte\, die sich auf den Auszug aus Ägypten beziehen; sie sind in der Pessach-Haggada (Haggada heißt „Erzählung“) zusammengestellt. Derjenige\, der den Seder „gibt“\, d.h. ihn leitet\, soll die Texte nach Möglichkeit nicht nur vortragen\, sondern sie auch erklären. Die abendfüllende Zeremonie beginnt mit dem Festtags-Kiddusch (Segen über den Wein)\, dann folgt der Segen über die Erdfrüchte\, nach dem dann Petersilie oder Radieschen in Salzwasser getaucht und gegessen werden. Den formalen Anlass für den Vortrag der Texte\, die vom Auszug aus Ägypten erzählen sowie das Fest und dessen Ritual erklären\, bilden vier Fragen\, die das jüngste teilnehmende Kind stellt und die sich auf den Sinn des Zeremoniells richten. Die Verlesung der Haggada wird durch das Abendessen unterbrochen. \nBesonderes Abendessen\nDas Abendessen soll aus mindestens zwei Gängen bestehen. Als erster Gang sind hartgekochte Eier in Salzwasser üblich. Eier werden entweder als Symbol des Lebens gedeutet oder sind auch ein Zeichen der Trauer\, da man sich bei der Festfreude der Zerstörung des Tempels erinnern soll. Auf die Eier folgt meist ein Fleischgericht\, wobei zu beachten ist\, dass kein gebratenes Fleisch an diesen beiden Abenden Verwendung findet. Hammelfleisch\, das bei sefardischen Juden üblich ist\, wird in Nord- und Mitteleuropa bei der Festmahlzeit nicht gegessen. Den Abschluss des Abendessens bildet der symbolische Nachtisch\, der Afikoman\, das vorher beiseite gelegte Stück Mazza. Es hat sich der fröhliche Brauch herausgebildet\, dass der Hausherr zunächst das Stück nicht finden kann\, weil die an der Feier teilnehmenden Kinder es versteckt haben. Damit die Feier fortgesetzt werden kann\, muss das Stück Mazza mit einem kleinen Geschenk ausgelöst werden. \nViel Gesang\nDann nimmt der Seder seinen Fortgang. Der zweite Teil\, der mit dem Tischgebet beginnt\, ist etwas aufgelockert und trägt der Ermüdung der Teilnehmer\, besonders der Kinder\, insofern Rechnung\, als in ihm eine Reihe von Liedern enthalten ist\, deren Refrain von allen gemeinsam gesungen wird. Das bekannteste Lied ist das vom Zicklein\, das in deutscher Übertragung in „Des Knaben Wunderhorn“ gelangt ist. Mit ihm endet der Seder\, dessen Ritual an beiden Abenden im Wesentlichen gleich ist. \nAus: Heinrich Simon: Jüdische Feiertage\, Verlag Hentrich und Hentrich und Centrum Judaicum Berlin\, 2003
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Historisch erinnert das Fest an den Auszug der Israeliten aus Ägypten\, und noch heute wird im Gedenken an dieses Ereignis nur Ungesäuertes gegessen\, weil der plötzliche Aufbruch aus Ägypten es nicht gestattete\, den Brotteig vor dem Backen säuern zu lassen. In landwirtschaftlicher Hinsicht ist Pessach mit der Ernte der Wintergerste verbunden. \nViele Speisen sind verboten\nPessach wird acht Tage lang\, vom 15. bis zum 22. Nissan\, begangen (in Israel bis zum 21. Nissan). Zu den Hauptmerkmalen dieses durch seine Vorschriften besonders eindrucksvollen Festes gehört das Verbot\, Gesäuertes (hebr. Chamez) zu genießen\, oder es überhaupt zu besitzen. Unter Gesäuertem werden alle Getreideprodukte verstanden\, die in irgendeinem Stadium\, selbst vor dem Mahlen\, durch die Einwirkung von Fermenten\, vor Feuchtigkeit oder Hitze einen Gärungsprozess durchgemacht haben. \nFrühjahrsputz\nUm die Wohnung von Gesäuertem zu befreien\, findet deshalb vor Pessach ein äußerst gründlicher Hausputz statt. Der Hausherr ist verpflichtet\, am Vorabend des 14. Nissan – bzw. falls das ein Schabbat ist\, bereits einen Tag früher – das gesamte Haus nach noch vorhandenem Gesäuerten zu durchsuchen und seinen Fund dann am Morgen zu verbrennen. Ebenso müssen alle Küchengeräte und Bestecke durch Ausglühen oder Auskochen von gesäuerten Rückständen befreit werden. Für Pessach wird Geschirr verwendet\, das nur für diese Gelegenheit bestimmt ist\, während das sonst gebrauchte separiert wird. \nDer Sederabend markiert den Beginn des Fests\nWährend der synagogale Ritus im wesentlichen dem der anderen Wallfahrtsfeste entspricht\, zeichnet sich dieses Fest dadurch aus\, dass es für die beiden ersten Abende ein häusliches Ritual gibt\, eine festliche Mahlzeit\, die nach einer festen Ordnung verläuft. Nach dem hebräischen Wort für „Ordnung“ wird diese Zeremonie Seder genannt. Zum Seder versammelt sich die ganze Familie; nach Möglichkeit werden auch Gäste eingeladen. \nSymbolische Speisen\nAuf einem Teller befinden sich die für diese Mahlzeit erforderlichen symbolträchtigen Speisen: drei Mazzot\, die jeweils in eine Serviette gehüllt sind oder in einer dreifächerigen Tasche liegen; ferner „Erdfrüchte“\, wofür man Radieschen\, Sellerie oder Petersilie verwendet; ein Gefäß mit Salzwasser; Bitterkraut\, worunter Meerrettich oder Kopfsalat (oder beides) verstanden wird; ein aus geriebenen Äpfeln\, Mandeln\, Zimt und Wein bereitetes bräunliches Mus; ein Knochen mit etwas gebratenem Fleisch daran und ein gekochtes Ei. Der Knochen mit dem Fleisch dient der Erinnerung an das Pessachopfer\, das Opferlamm\, wenngleich es nicht üblich ist\, einen Hammelknochen dafür zu verwenden; das Ei soll das Wallfahrtsopfer symbolisieren. Beides muss zum Verzehr geeignet sein\, wird jedoch nicht gegessen\, während die übrigen Speisen\, dem Sederteller liegen\, im Verlauf der Zeremonie genossen werden. Auch sie sind von symbolischer Bedeutung und werden auf die Knechtschaft der Juden in Ägypten bezogen: Das Salzwasser\, in das die Erdfrüchte getaucht werden\, erinnert an die vergossenen Tränen\, das Bitterkraut an die bitteren Leiden\, das braune Fruchtmus an den Lehm\, aus dem die Israeliten Ziegel herstellen mussten; die Mazzot werden als „Brot der Armen“ bezeichnet. \nErinnerung an antike Gastmahle\nDie Ordnung der häuslichen Feier entspricht den Gepflogenheiten des antiken Gastmahls. Auch die symbolisch gedeuteten Speisen sind Bestandteile der antiken Mahlzeit\, so dass Gewohnheiten des Altertums und Symbolik zusammengeflossen sind. Den antiken Bräuchen entspricht auch die Vorschrift\, bei der Mahlzeit nicht zu sitzen\, sondern zu liegen. Diese Sitte wird beim Seder insofern beachtet\, als man angelehnt sitzt und der Hausherr einen besonders bequemen\, mit Kissen ausgepolsterten Sessel benutzt. Getrunken wird am Sederabend Wein\, und zwar sind vier Becher pro Person vorgeschrieben. Zusätzlich zu den Trinkgefäßen für die Teilnehmer der Mahlzeit wird ein weiterer mit Wein gefüllter Becher auf den Tisch gestellt\, der für den Propheten Elia bestimmt ist\, dessen Kommen erwartet wird: Elia gilt als Vorbote des Messias. \nErzählung des Auszugs aus Ägypten\nDer wesentliche Inhalt des Seders ist die Verlesung spezieller Texte\, die sich auf den Auszug aus Ägypten beziehen; sie sind in der Pessach-Haggada (Haggada heißt „Erzählung“) zusammengestellt. Derjenige\, der den Seder „gibt“\, d.h. ihn leitet\, soll die Texte nach Möglichkeit nicht nur vortragen\, sondern sie auch erklären. Die abendfüllende Zeremonie beginnt mit dem Festtags-Kiddusch (Segen über den Wein)\, dann folgt der Segen über die Erdfrüchte\, nach dem dann Petersilie oder Radieschen in Salzwasser getaucht und gegessen werden. Den formalen Anlass für den Vortrag der Texte\, die vom Auszug aus Ägypten erzählen sowie das Fest und dessen Ritual erklären\, bilden vier Fragen\, die das jüngste teilnehmende Kind stellt und die sich auf den Sinn des Zeremoniells richten. Die Verlesung der Haggada wird durch das Abendessen unterbrochen. \nBesonderes Abendessen\nDas Abendessen soll aus mindestens zwei Gängen bestehen. Als erster Gang sind hartgekochte Eier in Salzwasser üblich. Eier werden entweder als Symbol des Lebens gedeutet oder sind auch ein Zeichen der Trauer\, da man sich bei der Festfreude der Zerstörung des Tempels erinnern soll. Auf die Eier folgt meist ein Fleischgericht\, wobei zu beachten ist\, dass kein gebratenes Fleisch an diesen beiden Abenden Verwendung findet. Hammelfleisch\, das bei sefardischen Juden üblich ist\, wird in Nord- und Mitteleuropa bei der Festmahlzeit nicht gegessen. Den Abschluss des Abendessens bildet der symbolische Nachtisch\, der Afikoman\, das vorher beiseite gelegte Stück Mazza. Es hat sich der fröhliche Brauch herausgebildet\, dass der Hausherr zunächst das Stück nicht finden kann\, weil die an der Feier teilnehmenden Kinder es versteckt haben. Damit die Feier fortgesetzt werden kann\, muss das Stück Mazza mit einem kleinen Geschenk ausgelöst werden. \nViel Gesang\nDann nimmt der Seder seinen Fortgang. Der zweite Teil\, der mit dem Tischgebet beginnt\, ist etwas aufgelockert und trägt der Ermüdung der Teilnehmer\, besonders der Kinder\, insofern Rechnung\, als in ihm eine Reihe von Liedern enthalten ist\, deren Refrain von allen gemeinsam gesungen wird. Das bekannteste Lied ist das vom Zicklein\, das in deutscher Übertragung in „Des Knaben Wunderhorn“ gelangt ist. 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DESCRIPTION:An Pessach wird der Befreiung aus der Sklaverei und des Auszugs aus Ägypten gedacht\nIn den Nissan fällt das erste der drei Wallfahrtsfeste\, das Pessachfest\, das in der Bibel auch als Fest der Mazzot (Singular: Mazza)\, der ungesäuerten Brote\, bezeichnet wird. Der Name Pessach (Überschreitung) stammt von dem in der Bibel gebotenen Opfer eines Lammes\, das vor dem Auszug der Israeliten aus Ägypten geschlachtet und gegessen wurde. Im Bibeltext (2. Buch Moses\, 12\, 27) heißt es\, Gott habe\, als er alle Erstgeborenen in Ägypten erschlug\, die Israeliten verschont\, indem er ihre Häuser überging. Daher wird dieses Fest Überschreitung genannt; auch das geopferte Lamm wird mit diesem Namen bezeichnet. \nLandwirtschaftliche Bedeutung\nWie alle Wallfahrtsfeste hat Pessach eine historische und eine mit der Natur verbundene Bedeutung. Historisch erinnert das Fest an den Auszug der Israeliten aus Ägypten\, und noch heute wird im Gedenken an dieses Ereignis nur Ungesäuertes gegessen\, weil der plötzliche Aufbruch aus Ägypten es nicht gestattete\, den Brotteig vor dem Backen säuern zu lassen. In landwirtschaftlicher Hinsicht ist Pessach mit der Ernte der Wintergerste verbunden. \nViele Speisen sind verboten\nPessach wird acht Tage lang\, vom 15. bis zum 22. Nissan\, begangen (in Israel bis zum 21. Nissan). Zu den Hauptmerkmalen dieses durch seine Vorschriften besonders eindrucksvollen Festes gehört das Verbot\, Gesäuertes (hebr. Chamez) zu genießen\, oder es überhaupt zu besitzen. Unter Gesäuertem werden alle Getreideprodukte verstanden\, die in irgendeinem Stadium\, selbst vor dem Mahlen\, durch die Einwirkung von Fermenten\, vor Feuchtigkeit oder Hitze einen Gärungsprozess durchgemacht haben. \nFrühjahrsputz\nUm die Wohnung von Gesäuertem zu befreien\, findet deshalb vor Pessach ein äußerst gründlicher Hausputz statt. Der Hausherr ist verpflichtet\, am Vorabend des 14. Nissan – bzw. falls das ein Schabbat ist\, bereits einen Tag früher – das gesamte Haus nach noch vorhandenem Gesäuerten zu durchsuchen und seinen Fund dann am Morgen zu verbrennen. Ebenso müssen alle Küchengeräte und Bestecke durch Ausglühen oder Auskochen von gesäuerten Rückständen befreit werden. Für Pessach wird Geschirr verwendet\, das nur für diese Gelegenheit bestimmt ist\, während das sonst gebrauchte separiert wird. \nDer Sederabend markiert den Beginn des Fests\nWährend der synagogale Ritus im wesentlichen dem der anderen Wallfahrtsfeste entspricht\, zeichnet sich dieses Fest dadurch aus\, dass es für die beiden ersten Abende ein häusliches Ritual gibt\, eine festliche Mahlzeit\, die nach einer festen Ordnung verläuft. Nach dem hebräischen Wort für „Ordnung“ wird diese Zeremonie Seder genannt. Zum Seder versammelt sich die ganze Familie; nach Möglichkeit werden auch Gäste eingeladen. \nSymbolische Speisen\nAuf einem Teller befinden sich die für diese Mahlzeit erforderlichen symbolträchtigen Speisen: drei Mazzot\, die jeweils in eine Serviette gehüllt sind oder in einer dreifächerigen Tasche liegen; ferner „Erdfrüchte“\, wofür man Radieschen\, Sellerie oder Petersilie verwendet; ein Gefäß mit Salzwasser; Bitterkraut\, worunter Meerrettich oder Kopfsalat (oder beides) verstanden wird; ein aus geriebenen Äpfeln\, Mandeln\, Zimt und Wein bereitetes bräunliches Mus; ein Knochen mit etwas gebratenem Fleisch daran und ein gekochtes Ei. Der Knochen mit dem Fleisch dient der Erinnerung an das Pessachopfer\, das Opferlamm\, wenngleich es nicht üblich ist\, einen Hammelknochen dafür zu verwenden; das Ei soll das Wallfahrtsopfer symbolisieren. Beides muss zum Verzehr geeignet sein\, wird jedoch nicht gegessen\, während die übrigen Speisen\, dem Sederteller liegen\, im Verlauf der Zeremonie genossen werden. Auch sie sind von symbolischer Bedeutung und werden auf die Knechtschaft der Juden in Ägypten bezogen: Das Salzwasser\, in das die Erdfrüchte getaucht werden\, erinnert an die vergossenen Tränen\, das Bitterkraut an die bitteren Leiden\, das braune Fruchtmus an den Lehm\, aus dem die Israeliten Ziegel herstellen mussten; die Mazzot werden als „Brot der Armen“ bezeichnet. \nErinnerung an antike Gastmahle\nDie Ordnung der häuslichen Feier entspricht den Gepflogenheiten des antiken Gastmahls. Auch die symbolisch gedeuteten Speisen sind Bestandteile der antiken Mahlzeit\, so dass Gewohnheiten des Altertums und Symbolik zusammengeflossen sind. Den antiken Bräuchen entspricht auch die Vorschrift\, bei der Mahlzeit nicht zu sitzen\, sondern zu liegen. Diese Sitte wird beim Seder insofern beachtet\, als man angelehnt sitzt und der Hausherr einen besonders bequemen\, mit Kissen ausgepolsterten Sessel benutzt. Getrunken wird am Sederabend Wein\, und zwar sind vier Becher pro Person vorgeschrieben. Zusätzlich zu den Trinkgefäßen für die Teilnehmer der Mahlzeit wird ein weiterer mit Wein gefüllter Becher auf den Tisch gestellt\, der für den Propheten Elia bestimmt ist\, dessen Kommen erwartet wird: Elia gilt als Vorbote des Messias. \nErzählung des Auszugs aus Ägypten\nDer wesentliche Inhalt des Seders ist die Verlesung spezieller Texte\, die sich auf den Auszug aus Ägypten beziehen; sie sind in der Pessach-Haggada (Haggada heißt „Erzählung“) zusammengestellt. Derjenige\, der den Seder „gibt“\, d.h. ihn leitet\, soll die Texte nach Möglichkeit nicht nur vortragen\, sondern sie auch erklären. Die abendfüllende Zeremonie beginnt mit dem Festtags-Kiddusch (Segen über den Wein)\, dann folgt der Segen über die Erdfrüchte\, nach dem dann Petersilie oder Radieschen in Salzwasser getaucht und gegessen werden. Den formalen Anlass für den Vortrag der Texte\, die vom Auszug aus Ägypten erzählen sowie das Fest und dessen Ritual erklären\, bilden vier Fragen\, die das jüngste teilnehmende Kind stellt und die sich auf den Sinn des Zeremoniells richten. Die Verlesung der Haggada wird durch das Abendessen unterbrochen. \nBesonderes Abendessen\nDas Abendessen soll aus mindestens zwei Gängen bestehen. Als erster Gang sind hartgekochte Eier in Salzwasser üblich. Eier werden entweder als Symbol des Lebens gedeutet oder sind auch ein Zeichen der Trauer\, da man sich bei der Festfreude der Zerstörung des Tempels erinnern soll. Auf die Eier folgt meist ein Fleischgericht\, wobei zu beachten ist\, dass kein gebratenes Fleisch an diesen beiden Abenden Verwendung findet. Hammelfleisch\, das bei sefardischen Juden üblich ist\, wird in Nord- und Mitteleuropa bei der Festmahlzeit nicht gegessen. Den Abschluss des Abendessens bildet der symbolische Nachtisch\, der Afikoman\, das vorher beiseite gelegte Stück Mazza. Es hat sich der fröhliche Brauch herausgebildet\, dass der Hausherr zunächst das Stück nicht finden kann\, weil die an der Feier teilnehmenden Kinder es versteckt haben. Damit die Feier fortgesetzt werden kann\, muss das Stück Mazza mit einem kleinen Geschenk ausgelöst werden. \nViel Gesang\nDann nimmt der Seder seinen Fortgang. Der zweite Teil\, der mit dem Tischgebet beginnt\, ist etwas aufgelockert und trägt der Ermüdung der Teilnehmer\, besonders der Kinder\, insofern Rechnung\, als in ihm eine Reihe von Liedern enthalten ist\, deren Refrain von allen gemeinsam gesungen wird. Das bekannteste Lied ist das vom Zicklein\, das in deutscher Übertragung in „Des Knaben Wunderhorn“ gelangt ist. Mit ihm endet der Seder\, dessen Ritual an beiden Abenden im Wesentlichen gleich ist. \nAus: Heinrich Simon: Jüdische Feiertage\, Verlag Hentrich und Hentrich und Centrum Judaicum Berlin\, 2003
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SUMMARY:Rosch Chodesch Nissan
DESCRIPTION:Rosch Chodesch bedeutet »Haupt des Monats« und ist der Neumondstag am Beginn des Monats. Die Monate des jüdischen Kalenders haben einen oder zwei Neumondstage\, je nachdem\, wann die Mondsichel das erste Mal sichtbar wird.
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SUMMARY:Konzert zur Jahrzeit von Moishe Kapul ז״ל
DESCRIPTION:Familie Kapoul präsentiert: \nKonzert zur Jahrzeit von Moishe Kapul ז״ל\nSehr geehrte Damen und Herren\, \nwir laden Sie herzlich ein zum Konzert zur Jahrzeit von Moishe Kapul ז״ל am 15. März 2026 ab 19:00 Uhr in den Gemeindesaal der Synagogen-Gemeinde Köln. \nEin Konzert mit: \n\nGemeindekantor Mordechai Tauber\,\nViolinist Oleg Vitliuk\,\nPianist Alexander Zolotarev und\nTenor Michael Kleitman\n\nEinlass: 18:30 Uhr\nBeginn: 19:00 Uhr\nEintritt: frei \nWir danken vorab für Ihr Kommen. \nDie Synagogen-Gemeinde Köln \n Anmeldung zur Veranstaltung
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SUMMARY:A Touch of Pessach
DESCRIPTION:Liebe Mitglieder der Synagogen-Gemeinde Köln\, \nhiermit laden wir Sie zu „A Touch of Pessach“ im Gemeindesaal der Synagogen-Gemeinde Köln ein. \nEinlass: 13.30 Uhr\nBeginn: 14.00 Uhr \nPreis: \n\nerwachsene TeilnehmerInnen ab Bar/Bat Mitzwa – 15\,00 Euro\nKinder bis Bar/Bat Mitzwa – frei\n\nWir freuen uns über Ihr Kommen. \nBitte beachten Sie\, dass die Teilnahme an dieser Veranstaltung ausschließlich für Mitglieder der Synagogen-Gemeinde Köln und deren Familienangehörige möglich ist. \nSynagogen-Gemeinde Köln \n Anmeldung zur Veranstaltung
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SUMMARY:Schuschan Purim
DESCRIPTION:Purim erinnert an die Rettung der persischen Juden\nIn ganz Israel und in der Diaspora wird das Purimfest am 14. Adar gefeiert. In Jerusalem und in Jericho wie in der damaligen (persischen) Hauptstadt Susa sowie in allen Städten\, die zur Zeit Josuas\, des Sohnes Nuns\, von einer Mauer umgeben waren\, wird das Purimfest am 15. Adar begangen. Dieses Purim heißt Schuschan Purim oder Purim der Städte auf Grund der Tatsache\, dass es nur in den früher von einer Mauer umgebenen Städten gefeiert wird\, – im Gegensatz zum Purim der Provinzstädte\, das in offenen Städten begangen wird. (aus Wikipedia 2023) \nPurim\, ein freudiger Gedenktag\, dessen Beachtung nicht biblisch vorgeschrieben ist\, wird am 14. Adar (bzw. Adar II) zur Erinnerung an die Errettung der Juden in Persien gefeiert\, die im Buch Esther beschrieben ist. Das Buch Esther berichtet davon\, dass der Minister Haman den Perserkönig bewog\, den Befehl zu erlassen\, alle Juden im persischen Reich auszurotten\, dass es jedoch Esther\, der jüdischen Ehefrau des Königs\, durch geschickte Diplomatie gelang\, den mächtigen Minister zu Fall zu bringen und zu erreichen\, dass die Juden die Erlaubnis erhielten\, sich gegen diejenigen zu wehren\, die diesen Befehl auszuführen suchten. Auf diese Weise gelang es den Juden\, über ihre Widersacher zu siegen. \nFasten Esther\nIm Buch Esther wird erzählt\, dass die Königin Esther\, bevor sie beim König den Versuch unternahm\, für die Rettung ihres Volkes aktiv zu werden und sich in dieser Angelegenheit an den König zu wenden\, drei Tage lang fastete\, und dass alle jüdischen Bewohner der Stadt Susa dasselbe taten. Zur Erinnerung daran wird der Tag vor Purim als Fasttag begangen\, der Fasten Esther genannt wird. \nAusgelassenes Feiern und Trinken\nPurim ist als freudiger Gedenktag ein Arbeitstag. Als Besonderheit des synagogalen Rituals ist vor allem zu erwähnen\, dass sowohl nach dem Abendgebet als auch morgens nach der Toravorlesung das Buch Esther gelesen wird. Esther gehört zu den „fünf Rollen“\, ist aber das einzige dieser Bücher\, für das auch heute noch eine handgeschriebene Pergamentrolle verwendet wird. Bereits im Buch Esther wird von der Festlegung berichtet\, dass der Freude über die Rettung durch ein Festmahl\, durch gegenseitiges Beschenken mit Speisen und durch Spenden für die Armen Ausdruck verliehen werden soll. An Purim ist es erlaubt\, viel zu trinken\, sogar sich zu betrinken\, denn im Buch Esther ist das Mahl\, das man zur Erinnerung an das Ereignis einnehmen soll\, als Trinkgelage bezeichnet. \nKostümierung ist üblich\nEs gibt für Purim eine große Anzahl von Bräuchen\, die allerdings lokal sehr verschieden sind. Verbreitet sind karnevalistische Vergnügungen\, besonders die Kostümierung von Kindern\, die Aufführung von dramatischen Purimspielen\, die meist die Esthergeschichte zum Inhalt haben\, aber auch andere biblische Ereignisse behandeln. In der Gegenwart sind in unserem Raum vor allem einige kulinarische Spezialitäten üblich: die sogenannten Hamantaschen und „Kreppchen“. Hamantaschen sind ein dreieckiges\, gefülltes Kleingebäck aus Kuchenteig; die Füllung kann aus Mohn\, Früchten\, Rosinen\, Mandeln\, süßem Weißkäse oder anderen Zutaten bestehen. Unter „Kreppchen“ versteht man gefüllte Nudelteigtaschen\, die entweder eine Fleischfüllung haben und mit Brühe gegessen werden oder – mit Weißkäse und Sauerkirschen gefüllt – als Nachtisch dienen. Beide Speisen symbolisieren die Ohren des Bösewichts Haman. Solche Spezialitäten und andere\, meist selbstgefertigte Leckereien werden auch Freunden und Bekannten als Geschenke übersandt bzw. überbracht.* \nPurim sameach ! \n wünschen der Vorstand und die Gemeindevertretung\nder Synagogen-Gemeinde Köln 🕎🕍✡️ \n*Aus: Heinrich Simon: Jüdische Feiertage\, Verlag Hentrich und Hentrich und Centrum Judaicum Berlin\, 2003
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SUMMARY:Große Purimfeier
DESCRIPTION:Liebe Mitglieder der Synagogen-Gemeinde Köln\, \nhiermit laden wir Sie zur großen Purimfeier ein! \n15:15 Uhr – Beginn Megilla Lesung in der Synagoge\n16:00 Uhr – Beginn Purimfeier im Gemeindesaal \nEs erwartet Sie ein vielseitiges Programm für die ganze Familie \n\nKostümwettbewerb\nGroße Se’uda\nKinderspiele\n\n…. mit DJ DK \nPreise\nErwachsene 8€\nFamilien 16€\nSchüler/ Studenten 4€ \nWir freuen uns auf Ihr Kommen ! \nBitte beachten Sie\, dass die Teilnahme an dieser Veranstaltung ausschließlich für Mitglieder der Synagogen-Gemeinde Köln und deren Familienangehörige möglich ist. \nSynagogen-Gemeinde Köln \n Anmeldung zur Veranstaltung
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DESCRIPTION:Purim erinnert an die Rettung der persischen Juden\nPurim\, ein freudiger Gedenktag\, dessen Beachtung nicht biblisch vorgeschrieben ist\, wird am 14. Adar (bzw. Adar II) zur Erinnerung an die Errettung der Juden in Persien gefeiert\, die im Buch Esther beschrieben ist. Das Buch Esther berichtet davon\, dass der Minister Haman den Perserkönig bewog\, den Befehl zu erlassen\, alle Juden im persischen Reich auszurotten\, dass es jedoch Esther\, der jüdischen Ehefrau des Königs\, durch geschickte Diplomatie gelang\, den mächtigen Minister zu Fall zu bringen und zu erreichen\, dass die Juden die Erlaubnis erhielten\, sich gegen diejenigen zu wehren\, die diesen Befehl auszuführen suchten. Auf diese Weise gelang es den Juden\, über ihre Widersacher zu siegen. \nFasten Esther\nIm Buch Esther wird erzählt\, dass die Königin Esther\, bevor sie beim König den Versuch unternahm\, für die Rettung ihres Volkes aktiv zu werden und sich in dieser Angelegenheit an den König zu wenden\, drei Tage lang fastete\, und dass alle jüdischen Bewohner der Stadt Susa dasselbe taten. Zur Erinnerung daran wird der Tag vor Purim als Fasttag begangen\, der Fasten Esther genannt wird. \nAusgelassenes Feiern und Trinken\nPurim ist als freudiger Gedenktag ein Arbeitstag. Als Besonderheit des synagogalen Rituals ist vor allem zu erwähnen\, dass sowohl nach dem Abendgebet als auch morgens nach der Toravorlesung das Buch Esther gelesen wird. Esther gehört zu den „fünf Rollen“\, ist aber das einzige dieser Bücher\, für das auch heute noch eine handgeschriebene Pergamentrolle verwendet wird. Bereits im Buch Esther wird von der Festlegung berichtet\, dass der Freude über die Rettung durch ein Festmahl\, durch gegenseitiges Beschenken mit Speisen und durch Spenden für die Armen Ausdruck verliehen werden soll. An Purim ist es erlaubt\, viel zu trinken\, sogar sich zu betrinken\, denn im Buch Esther ist das Mahl\, das man zur Erinnerung an das Ereignis einnehmen soll\, als Trinkgelage bezeichnet. \nKostümierung ist üblich\nEs gibt für Purim eine große Anzahl von Bräuchen\, die allerdings lokal sehr verschieden sind. Verbreitet sind karnevalistische Vergnügungen\, besonders die Kostümierung von Kindern\, die Aufführung von dramatischen Purimspielen\, die meist die Esthergeschichte zum Inhalt haben\, aber auch andere biblische Ereignisse behandeln. In der Gegenwart sind in unserem Raum vor allem einige kulinarische Spezialitäten üblich: die sogenannten Hamantaschen und „Kreppchen“. Hamantaschen sind ein dreieckiges\, gefülltes Kleingebäck aus Kuchenteig; die Füllung kann aus Mohn\, Früchten\, Rosinen\, Mandeln\, süßem Weißkäse oder anderen Zutaten bestehen. Unter „Kreppchen“ versteht man gefüllte Nudelteigtaschen\, die entweder eine Fleischfüllung haben und mit Brühe gegessen werden oder – mit Weißkäse und Sauerkirschen gefüllt – als Nachtisch dienen. Beide Speisen symbolisieren die Ohren des Bösewichts Haman. Solche Spezialitäten und andere\, meist selbstgefertigte Leckereien werden auch Freunden und Bekannten als Geschenke übersandt bzw. überbracht.* \nPurim sameach ! \n wünschen der Vorstand und die Gemeindevertretung\nder Synagogen-Gemeinde Köln 🕎🕍✡️ \n*Aus: Heinrich Simon: Jüdische Feiertage\, Verlag Hentrich und Hentrich und Centrum Judaicum Berlin\, 2003
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SUMMARY:Ta'anit Esther
DESCRIPTION:Im Buch Esther (hebr. „Megillat Esther“) wird davon berichtet\, daß der persische Minister Haman zur Zeiten des Königs Achaschwerosch (Xerxes I.) im Jahr 356 v.d.Z. alle Juden ermorden lassen wollte. Den genauen Tag (14. Adar )\, bestimmte Haman per Los\, hebr. „pur“\, daher „Purim“.  \nZusammen mit Königin Esther wurde dies von Mordechai\, Esters Cousin und Adoptivvater\, verhindert. \nHeute wird im Andenken daran an Purim in den Synagogen das aus der Esther-Rolle\, hebr. „Megillat Esther“ gelesen. Purim ist ein fröhliches Fest\, an dem man sich verkleidet und die Kinder jedesmal\, wenn der Name „Haman“ gelesen wird\, den Vorleser mit Klopfen und Krach mittels Ratschen unterbrechen.  \nDer Vortag\, der 13. Adar\, wird als Fasttag begangen\, „Ta’anit Esther“ („Fasttag Esther“).  \nPurim sameach ! \n wünschen der Vorstand und die Gemeindevertretung\nder Synagogen-Gemeinde Köln 🕎🕍✡️
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SUMMARY:Familientreff: Purim
DESCRIPTION:Liebe Mitglieder der Synagogen-Gemeinde Köln\, \nhiermit laden wir Sie zum Purim Familientreff – zur Vorbereitung auf Purim ein. \nEin bunter Familientreff für Eltern und Kinder: wir backen Hamantaschen\, bereiten Mischloach Manot vor und entdecken gemeinsam\, was Purim so besonders macht. \nEinlass: 14.00 Uhr\nBeginn: 14.30 Uhr\nPreis: 5\,00 Euro pro Familie \nAnmeldung ist bis zum 16.02.2026 möglich. \nWir freuen uns auf Ihr Kommen. \n* Bitte beachten Sie\, dass die Teilnahme an dieser Veranstaltung ausschließlich für Mitglieder der Synagogen-Gemeinde Köln und deren Familienangehörige möglich ist. \nSynagogen-Gemeinde Köln \n Anmeldung zur Veranstaltung
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SUMMARY:"Zwischen Karneval und Purim"
DESCRIPTION:Liebe Mitglieder der Synagogen-Gemeinde Köln\, \nwir laden Sie hiermit zum Schiur „Zwischen Karneval und Purim“ von Rabbiner Yechiel Brukner am Mittwoch\, 18. Februar 2026 ab 19:30 Uhr in der Judaica der Synagogen-Gemeinde Köln ein. \nWir freuen uns auf Ihr Kommen. \nBitte beachten Sie\, dass die Teilnahme an dieser Veranstaltung ausschließlich für Mitglieder der Synagogen-Gemeinde Köln und deren Familienangehörige möglich ist. \nSynagogen-Gemeinde Köln \n Anmeldung zur Veranstaltung
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