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Shalom!
Herzlich Willkommen auf der Internetseite der

SYNAGOGEN-GEMEINDE KÖLN,

der ältesten Jüdischen Gemeinde nördlich der Alpen (urkundlich erwähnt seit 321 n. d. Z.)

 

 

 

 

 

Neueröffnung Koscheres Restaurant "Mazal Tov"

Unter der Leitung von Dmitri Zaretski wird das Koschere Restaurant / Kantine "Mazal Tov" eröffnet.

Mehr Infos hier im Flyer.

 


Jüdische Kulturtage Rhein-Ruhr 2019

Das Programm der Jüdischen Kulturtage Rhein-Ruhr 2019 ist in diesem Jahr wieder sehr abwechslungsreich.

 

Gerade auch die Veranstaltungen in Köln zeigen die ganze Breite jüdischer Kultur.

 

Gerne präsentieren wir Ihnen im Folgenden einige Veranstaltungen und verweisen darüber hinaus auf den Programmflyer und die Website.

 

Die Jüdischen Kulturtage Rhein-Ruhr 2019 starten am Sonntag, dem 31. März 2019 mit der Premiere des Theaterstücks „Zwischenfall in Vichy“ von Arthur Miller. In einer bearbeiteten Form wird das – gerade in heutiger Zeit – aktuelle Stück im Gemeindesaal aufgeführt.

 

Alexander Zolotarev wird am Montag, dem 1. April 2019 im AmerikaHaus ein Konzert geben, bei dem er Klassik jüdischer Komponisten spielt. Dieses Konzert zeigt, wie viele große, jüdische Komponisten es gibt.

 

In diesem Jahr feiert der Komponist und Begründer der Operette Jaques Offenbach seinen 200. Geburtstag. Diesem als Jacob Offenbach geborenen jüdischen Künstler werden verschiedene Veranstaltungen gewidmet. Beim Synagogalkonzert am Mittwoch, dem 3. April 2019 im Saal in der Roonstraße mit dem Kantor Amnon Selig werden Lieder gesungen, die der Kantor der Jüdischen Gemeinde zu Köln und Vater von Jacob Offenbach, Isaac Offenbach, geschrieben hat.

 

Musik von Jaques Offenbach wird auch am Donnerstag, dem 11. April 2019 im Gemeindesaal von drei jungen Künstlern dargeboten. Ein deutsch-israelisches Orchester, das Yachad Chamber Orchestra unter der Leitung von Dr. Roman Salyutov, wird am Dienstag, 9. April 2019 im Gemeindesaal Musik von mehreren Komponisten, u.a. von Händel über Bach zu Mendelsohn, spielen.

 

Auch das Gürzenich-Orchester Köln ist mit einem Schostakowitsch-Konzert Teil der Kulturtage.

 

Wir freuen uns, dass der Schauspieler Christian Berkel mit dem Musiker und Gemeindemitglied der Synagogen-Gemeinde Köln Lucian Plessner im großen Sendesaal des WDR eine musikalische Lesung gestaltet. Zu argentinischer Gitarrenmusik von Plessner wird Berkel aus dem Buch „Gauchos“ lesen.

 

Für die nichtjüdischen Gäste bieten wir eine Führung durch die Synagoge an. Im Anschluss wird Dr. Thomas Otten, Museumsleiter des MiQua – LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln , einen Vortrag über 1.700 Jahre jüdische Gemeinde in Köln halten.

 

Lesungen, Ausstellungen, eine im MAKK und eine unseres Gemeindemitgliedes Boaz Kaizman, Führungen mit Tal Kaizman, sowie zwei Podiumsgespräche im WDR zu aktuellen Themen runden das Programm ab.

 

www.juedische-kulturtage.de

 

Wir wünschen allen viel Freude beim Besuch der einzelnen Programme.

 


Pessach-Paket


 


Aktuelle Berichte

27.01.2019 11:24

Purim 5779/2019

Purim 2019

Am Abend des 20. März 2019 beginnt das Purimfest. Es gehört zu den historischen Festen und erinnert an die Rettung der Juden durch das Eingreifen der Jüdin  Ester am Hof von König Xerxes. 

 

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Ausstellung Ruth Fischer-Beglückter

Vernissage: 10. März 2019, 14:00 Uhr
Ausstellungszeit: 10.03. – 14.04.2019
in der Kirche Christi Auferstehung, Brucknerstraße 16, 50931 Köln

Kölner Kirchengemeinde will ein Zeichen für Toleranz und gegen Antisemitismus setzen und veranstaltet in Kooperation mit der Kölner Synagogen-Gemeinde die Ausstellung mit dieser beeindruckenden Künstlerin, die selbst als Kind die Grauen der Naziherrschaft in ihrer Mutterstadt Köln miterleben musste.

Die Katholische Kirchengemeinde St. Pankratius zeigt 30 Arbeiten der jüdischen Künstlerin Ruth Rebecca Fischer-Beglückter ab dem 10.März in der berühmten, von Gottfried Böhm erbauten, Kirche Christi Auferstehung in Lindenthal. Diese Kirche ist in besondere Weise mit dem Terror der Nationalsozialisten verbunden, denn hier wird der Jüdin, Philosophin und Ordensfrau Edith Stein gedacht, die in unmittelbarer Nähe zu diesem Kirchort lebte.

 Zu verdanken ist die Ausstellung der großzügigen Schenkung an die Synagogen-Gemeinde Köln durch die Malerin selbst. Im Rahmen der Ausstellung werden nun die ausdrucksstarken Werke in der Kirche zu sehen jeweils von Dienstag bis Sonntag zu sehen sein. Ein aufwendiger Katalog mit umfangreichen Texten zum beeindruckenden Werk und bewegten Leben begleitet die Ausstellung.

Darüber hinaus wird die Ausstellung durch ein vielfältiges Rahmenprogramm mit Konzerten, Vorträgen, Führungen, Kinder- und Jugendarbeit begleitet. Ein besonderer Schwerpunkt diese Rahmenprogramm wird die Begegnung zwischen der christlichen und jüdischen Kultur sein, so gibt es neben einem Dialog mit Herrn Rabbiner Brukner auch ganz alltägliches wie einen Kochkurs und einen Tanz-Workshop.

Ruth Fischer-Beglückter wurde am 6. November 1927 in Köln geboren. Sie besuchte zunächst die jüdische Volksschule Lützowstraße und anschließend das gegenüber gelegene jüdische Reformgymnasium Jawne. Knapp ein Jahr nach dem Pogrom vom 9. November 1938 gelang es ihrer alleinerziehenden Mutter mit ihr und ihren Geschwistern nach Chile zu fliehen.
In Chile mussten die drei Kinder neben der Schule arbeiten, um ihren Lebensunterhalt mit zu bestreiten. Später studierte Ruth Fischer-Beglückter Philosophie und Psychologie an der Universität in Santiago de Chile. 1948 meldete sie sich während des Studiums für den Krieg in Palästina, wo sie in der Palmach, einer jüdischen paramilitärischen Einrichtung, ihren ersten Mann Enrique Rothschild kennenlernte und im November heiratete. Keine zwei Monate später fiel er an der Front in der Wüste Negev, woraufhin Ruth Fischer nach Chile zurückkehrte.
1952 bekam sie eine Tochter von ihrem zweiten Mann und schloss 1970 alleinerziehend ihr Studium als Diplompsychologin und Künstlerin ab. 1981 kehrte sie der Diktatur von Augusto Pinochet den Rücken und siedelte sich 1982 wieder in ihre Geburtsstadt Köln an. Hier lebte und arbeitete sie bis 2017 in Rodenkirchen und stellte u.a. in der Kölner Artothek aus, bevor sie zu ihrer Tochter nach Spanien zog.

Das Werk von Ruth Fischer-Beglückter gilt als zentrale Position für die Kunst der Nachkriegsmoderne im Spannungsfeld zwischen Europa und Südamerika. Ihr umfangreiches Oeuvre an Gemälden zeichnet sich durch kräftige Farben und großformatige Werke aus, die in ihrer Abstraktion eine expressive Wirkung entfalten.
Die Werke spiegeln sowohl die Naturerfahrung der Künstlerin, als auch Begegnungen im Alltag und erlebten Ereignisse - wie der Pogromnacht - wieder. Darüber hinaus bezieht sie sich auf literarische Quellen, wie alttestamentarische Psalmen und Musikerlebnisse. Bei signifikanten Einzelwerken und Werkzyklen kommt diese intensive Auseinandersetzung deutlich zum Tragen, die sie zu einer herausragenden künstlerischen Person nach den Erlebnissen des Krieges und der Emigration macht.

Zur Eröffnung spricht Frau Dr. Renate Goldmann, Direktorin der VAN HAM Art Estate. In der Ausstellung werden u.a. zwei Werke aus der Serie »Noce de cristal« gezeigt, in der sich die Künstlerin intensiv mit der Reichspogromnacht und der NS-Zeit auseinandergesetzt hat. Zudem wird der vollständige, zwölfteilige Zyklus »Alturas de Macchu Picchu« aus den Jahren 1975 - 1978 präsentiert. Ebenso ist ein Video-Interview der Künstlerin zu sehen, das vom NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln herausgegeben wurde.

Der umfangreiche Ausstellungskatalog wurde mit freundlicher Unterstützung von VAN HAM Kunstauktionen und M & P Schönig produziert und ist online hier einsehbar:
Katalog hier zur Ausstellung als PDF-Datei.

Die Ausstellung wird begleitet von einem vielfältigen Rahmenprogramm, bestehend aus Vorträgen, Exkursionen und Konzerten. Das Begleitprogramm ist hier einsehbar:
Programm [Programm zur Ausstellung als PDF-Datei.

 

Weitere Informationen unter:
www.van-ham.com/
www.van-ham.com/ueber-uns/auktionen-bedeutender-sammlungen/ausstellung-ruth-rebecca-fischer-beglueckter.html


Ausstellungszeit: 10.03. – 14.04.2019, dienstags – sonntags 14 bis 17 Uhr
Ausstellungsort: Kirche Christi Auferstehung, Brucknerstraße 16, 50931 Köln