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Schabbat

schabbat
Freitagabend
Der Tisch wird für den Schabbat vorbereitet. Zum festlich gedeckten Tisch gehören Schabbat-Leuchter, zugedeckte Challot (Schabbat-Brote) mit dem Challa-Messer, das nur zum Schneiden der Challot verwendet wird, Wein und Kiddusch-Becher für den Weinsegen und das Gebetbuch.


Der Schabbat
Er erinnert an das Ruhen des Schöpfers nach der Erschaffung der Welt (Ex. 20,11) und an den Auszug aus Ägypten (Dt. 5,12-15). Er ist der Höhepunkt jeder Woche.


Am Schabbat soll der Mensch wie der Ewige am siebten Tag ruhen und keinerlei Arbeit verrichten. Er beginnt am Freitagabend nach Einbruch der Dämmerung und endet am Samstagabend bei Dunkelheit, das heißt, wenn man drei Sterne am Himmel erkennen kann.
Zu Hause wird der Schabbat ungefähr eine halbe Stunde vor Beginn mit dem Anzünden der Schabbat-Lichter begrüßt. Das Anzünden ist traditionell die Aufgabe der Frau. Danach gehen die Familienangehörigen zur Kabbalat Schabbat (Empfang des Schabbats) in die Synagoge. Wieder zu Hause spricht das Familienoberhaupt den Segen über die Kinder und liest den Lobpreis über die tüchtige Hausfrau (Spr. 31). Es folgen der Kiddusch (Heiligung), der Festtagssegen, der über einem Becher Wein gesprochen wird, und nach dem Händewaschen der Segen über die Challot, die zwei geflochtenen Schabbat-Brote.

Am Schabbatvormittag wird in der Synagoge der wöchentliche Tora-Abschnitt vorgelesen. Es ist eine besondere Ehre, zu den sieben Männern zu gehören, die dazu aufgerufen werden.


Hawdala
So wie der Schabbat mit dem Kiddusch begrüßt wird, endet er auch mit einer besonderen Zeremonie, der Hawdala (Unterscheidung). Sie soll den Unterschied zwischen dem zu Ende gehenden Festtag und dem Wiederbeginn des Alltags bewusst machen.
Man spricht den Segen über Wein, wohlriechenden Gewürzen und Licht. Der Becher mit Wein wird zum Zeichen der Fülle bis zum Rand gefüllt, was überfließt, wird vom Hawdala-Teller aufgefangen.
Die duftenden Gewürze werden in besonderen Behältern, den Bessamim- oder Gewürzbüchsen, aufbewahrt und zum Riechen herumgereicht. Die flache Hawdala-Kerze ist aus mehreren Wachssträngen geflochten. Während die Kerzen am Schabbat-Beginn nicht gelöscht werden, weil das als Arbeit gilt, wird die Hawdala-Kerze nach dem Segensspruch durch Eintauchen in den aufgefangenen Wein gelöscht.