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Neuzuwanderer

Die größte Herausforderung an die jüdischen Gemeinden in den letzten Jahren ist nach wie vor die Integration der vielen aus der ehemaligen Sowjetunion zugereisten Menschen. Ganz oben auf der Wunschliste der Neuzuwanderer stehen Wohnung und Arbeit sowie das Erlernen der deutschen Sprache. Daneben sind aber auch Themen wie Qualifizierung, Anerkennung beruflicher Abschlüsse, der materielle Lebensunterhalt, der Schulbesuch der Kinder oder die Versorgung von älteren Menschen mit ambulanten Diensten oder im Pflegeheim von großer Bedeutung.

Entsprechend werden geschätzte 95 Prozent der Energie und der Ressourcen für Neuzuwanderer aufgewendet. Allerdings spielen nicht nur quantitative Aspekte eine Rolle. Mit steigender Aufenthaltsdauer ist auch ein höherer Anspruch an die Qualität der Arbeit der Sozialabteilung festzustellen, dem die Personalentwicklung der Synagogen-Gemeinde Köln insgesamt Rechnung trägt. Knapp die Hälfte der Mitarbeiterinnen hat über den mitgebrachten qualifizierten Berufsabschluss aus der ehemaligen Heimat hinaus hier in Deutschland eine Ausbildung zur Sozialarbeiterin oder zur Sozialpädagogin absolviert.  

Somit erschöpft sich die interkulturelle Kompetenz und das Verständnis für die Sorgen und Nöte der neuen Mitglieder nicht darin, dass die Mitarbeiter denselben kulturellen und gesellschaftlichen Hintergrund haben wie unsere Neuzuwanderer. Durch Fortbildungen der ZWST und anderer Bildungseinrichtungen und über das Diplom einer Fachhochschule ist das Personal mit Blick auf Kenntnisse über Strukturen und Erwartungen der Aufnahmegesellschaft zunehmend qualifiziert.

Andere Projekte, die auf Integration abzielen, sind Migrationsberatung, Sprach- und Integrationskurse, die Schaffung von Arbeitsplätzen im Rahmen der so genannten „Neuen Arbeit“, das Projekt „Integrative Hilfen für jüdische Zuwanderer“ oder die Qualifizierungsmaßnahmen für Arbeitssuchende.

Wenn Sie einen Integrationskurs besuchen wollen, einen Ein-Euro-Job suchen, sich für „Neue Arbeit“ interessieren, Unterstützung durch unsere Integrationsagentur benötigen oder ehrenamtlich arbeiten möchten, sprechen Sie mit der Sozialabteilung.  

Wohlfahrtszentrum Ottostraße
Ottostraße 85 / Eingang Nußbaumerstraße
50823 Köln - Ehrenfeld
Tel: +49 221 71662-515
Fax: +49 221 71662-599
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